
Ohne Chemie keine Souveränität
Die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Chemiesektors hat sich im globalen Vergleich deutlich verschlechtert. Welche Kurskorrekturen jetzt notwendig sind.


Die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Chemiesektors hat sich im globalen Vergleich deutlich verschlechtert. Welche Kurskorrekturen jetzt notwendig sind.

Michael Vassiliadis über Kapazitätsabbau, Innovationen und die Zukunft der deutschen Chemie.

Die globalen M&A-Aktivitäten in der Chemiebranche haben sich im Jahr 2025 verstärkt, wie aus dem „2026 Chemicals Executive M&A-Report“ von Kearney hervorgeht. Der weltweite Transaktionswert stieg im Vergleich zum Vorjahr um 18 % auf 137 Mrd. USD und erreichte damit den höchsten Wert in den vergangenen fünf Jahren.

Studie analysiert den Status quo und skizziert Strategien für Wettbewerbsfähigkeit inmitten der Transformation am Beispiel der trilateralen Chemie-Region, die Flandern, die Niederlande und Nordrhein-Westfalen umfasst.

Die InfraLeuna errichtete ein zentrales Aufheizterminal für schienengebundene temperatursensible Stoffe, das im 1. Quartal 2026 in Betrieb gegangen ist.

Eine neue Studie des VCI zur Zukunft der Chemie-, Pharma- und Biotechbranche macht deutlich: Ohne entschlossene Reformen droht der Standort weiter an Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren.

Auch im 4. Quartal 2025 blieb die Lage der deutschen Chemie- und Pharmaindustrie angespannt. Trotz einer leichten Erholung bei einigen Industriekunden am Jahresende setzte sich in der Chemie die Talfahrt fort: Produktion, Preise und Umsatz waren erneut rückläufig. Die Bilanz der Pharmaindustrie war positiv, doch auch im Pharmabereich nehmen die Sorgen zu. Eine rasche Besserung der wirtschaftlichen Lage ist nicht in Sicht. Zudem sorgt der Irankrieg für weitere Risiken.

Wie innovative Supply-Chain-Lösungen zum Erfolgsfaktor und Wettbewerbsvorteil werden können.

Siemens4ChemStartups liefert strukturierte Unterstützung von Start-ups entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Unter dem Motto „Künstliche Intelligenz in der chemischen Industrie – Chancen, Herausforderungen, Perspektiven“ fand Mitte November 2025 die VCW-Jahrestagung an der Provadis-Hochschule in Frankfurt am Main statt.

Das Jahr 2026 wird herausfordernd: Eine strategische Weichenstellung ist für die Chemieindustrie unerlässlich.

Die Chemiebranche zählt zu den energieintensivsten Industrien und benötigt eine stabile sowie kostengünstige Energieversorgung, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

Eine aktuelle Studie zeigt, wie innovative Supply-Chain-Lösungen zum Erfolgsfaktor und Wettbewerbsvorteil werden können.

Bezüge der Akademiker in der Chemie bleiben unverändert.

Zahl der Ausbildungsplätze in Hessen sinkt um 12%.

Die Auftragsflaute hat die chemische Industrie fest im Griff. Von Januar bis August verzeichnete die Chemie im Inlandsgeschäft einen Rückgang von 2,9% – ein klares Zeichen für die anhaltende Schwäche der heimischen Industriekonjunktur.

Während die allgemeine Logistikbranche bereits Dekarbonisierungsstrategien entwickelt, bringen die spezifischen Anforderungen temperaturkontrollierter und hochsensibler Güter zusätzliche Komplexitäten mit sich.

Hightech-Materialien, Spezialchemikalien und Schutzsysteme sind für moderne Verteidigungstechnologien unverzichtbar.

Europas Stärke liegt in der Verbindung von Prozesswissen, Anwendungskompetenz und Nachhaltigkeit

Am 19.11.2025 feiert KFT Chemieservice im Industriepark Höchst sein 30-jähriges Firmenjubiläum und zugleich fünf Jahre Zugehörigkeit zur Infraserv Höchst-Gruppe.

Rund 30 Prozent der Promovierenden stammten 2024 aus dem Ausland.

Wenn Wellendichtungen versagen, steht die Produktion still. Minimieren Sie das Risiko durch den Einsatz von Stasskol DynamicSeals. Wechseln lohnt sich.

Ein Ende der Durststrecke ist für die chemisch-pharmazeutische Industrie nicht in Sicht. 2024 verbuchte die Produktion der chemisch-pharmazeutischen Industrie ein Plus von 2 %, im gleichen Zeitraum gingen die Umsätze der Branche um 2 % zurück. Insgesamt liegt der Output weiter unter dem Niveau der vergangenen Jahre: Die Produktion der chemisch-pharmazeutischen Industrie fiel 2024 rund 16 % niedriger aus als 2018.

Die Lage der globalen Chemieindustrie ist immer noch herausfordernd. Globale Marktverschiebungen, steigende Kosten und wachsende Anforderungen an die Nachhaltigkeit setzen die Unternehmen unter Druck – vor allem in den westlichen Industrienationen.

Mit den strukturellen Standortproblemen und hohen Produktionskosten im globalen Wettbewerb zu bestehen, wird Unternehmen der Chemie- und Kunststoffindustrie 2025 einiges abverlangen. Auch ist es trotz jüngster, verhalten positiver Ausblicke für die Industrie zu früh, um auf eine konjunkturelle Erholung zu setzen. Prägend für die Management-Agenda wird daher der Zweiklang zwischen Zukunftsthemen und Krisenfestigkeit sein.

Bioabfälle aus der Gastronomie, überlagerte Lebensmittel oder Abfälle aus der Biotonne müssen nicht zwangsläufig entsorgt und kompostiert werden, sondern lassen sich sinnvoll als Ressource nutzen.

Wie gelingen Aufbruch und Fortschritt am Standort Deutschland? Und die Balance aus Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit? Darüber diskutiert die Chemie- und Pharmaindustrie bei ihrem Branchengipfel in Berlin mit Kanzler Olaf Scholz und weiteren hochkarätigen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.

Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) der deutschen Chemie- und Pharmabranche lagen im Jahr 2023 bei 15,5 Mrd. EUR und damit 4 % über dem Niveau des Vorjahres. Getragen wurde das Wachstum vor allem von der Pharmaforschung. Für das laufende Jahr erwartet der Verband der Chemischen Industrie einen schwächen Anstieg der Forschungsinvestitionen um 2 % auf 15,8 Mrd. EUR.

Obwohl mehr als 80 % der Unternehmensverantwortlichen großer Chemiebetriebe mit europäischem Geschäft in diesem Jahr mit einem Umsatzwachstum rechnen, geht die Mehrheit von unter 5 % aus.

Auftragsmangel, hohe Energiepreise, steigende Bürokratie trüben die Stimmung in der Chemie.

In den Business-Netzwerken des Social Web haben Mittelständler aus der Chemiebranche kaum eine Stimme: Nur jeder zwölfte CEO nutzt LinkedIn und nicht einmal jedes dritte Unternehmen ist dort präsent. Das zeigt eine neue, repräsentative Studie unserer Kommunikationsagentur In A Nutshell gemeinsam mit der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität. Noch schwächer sind die Werte für CEOs aus der Branche: Nur jeder zwölfte ist auf der weltweit größten Business-Plattform aktiv. Damit verspielen Chemie- und Rohstofffirmen Chancen in Recruiting, Vertrieb und Markenarbeit.

Als ich als Entwicklungschemiker in der Branche anfing, war ein guter Tag für mich, wenn ich etwas herstellte, das besser war als das, was ich am Tag davor hergestellt hatte.

Die Digitalisierung macht auch vor der Chemie-Industrie keinen Halt. In einem kostenfreien Webinar stellt die GUS Möglichkeiten vor, das Potenzial auszuschöpfen.

Innovationsökosysteme sind für alle Industriebereiche geeignet. Aber das Potenzial dieser Grundidee ist in der chemischen Industrie noch nicht gehoben. Die deutsche Chemieindustrie sollte sich jetzt mit dieser Thematik beschäftigen, um zukunfts- und innovationsfähig zu bleiben, so Thorsten Posselt, geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer IMW.





















