Die Pharma- und Chemieindustrie steht vor einem Wendepunkt: Während die allgemeine Logistikbranche bereits Dekarbonisierungsstrategien entwickelt, bringen die spezifischen Anforderungen temperaturkontrollierter und hochsensibler Güter zusätzliche Komplexitäten mit sich. Diese erfordern nicht nur innovative technische Lösungen, sondern auch ein präzises Verständnis der emissionsspezifischen Herausforderungen.
Autor: Tobias Bohnhoff, CEO, Shipzero GmbH, Hamburg
Pragmatische Lösungsansätze für komplexe Anforderungen in der Pharma- und Chemielogistik
Unternehmen der Pharma- und Chemielogistik müssen zunehmend detaillierte Emissionsnachweise über die gesamte Wertschöpfungskette dokumentieren, um regulatorischen Anforderungen und denen ihrer Kunden nachzukommen. Dabei stehen sie vor komplexeren Herausforderungen als andere Branchen.
Inhalt:
- Pragmatische Lösungsansätze für komplexe Anforderungen in der Pharma- und Chemielogistik
- Aktive vs. passive Kühlung
- Der Emissionspreis für den Notfall
- Nischenlösungen mit Herausforderungen
- Regulatorik: GDP trifft auf Klimaschutz
- Pragmatische Lösungsansätze
- Präzise Datengrundlagen als Erfolgsfaktor
- Der entscheidende Moment ist jetzt
- Zur Person: Tobias Bohnhoff
Aktive vs. passive Kühlung
Arzneimittel müssen seither unter temperaturkontrollierten Bedingungen befördert werden. Aktive Kühlsysteme verbrauchen kontinuierlich Energie und erzeugen dadurch konstante CO2-Emissionen. Gleichzeitig ermöglichen sie eine präzisere Temperaturkontrolle und reduzieren das Risiko von Produktverlusten.
Passive Systeme mit Isolierbehältern führen zu höherem Verpackungsaufkommen und erfordern häufig eine aufwändige Rücklogistik. Nach einer Untersuchung des Pharmalogistik-Spezialisten Trans-o-flex erzeugt ein typischer Pharmatransport mit passiver Kühlung bis zu viermal höhere CO2-Emissionen im Vergleich zum aktiv gekühlten Transport. In der Chemieindustrie führen passive Systeme für sensible Rohstoffe oft zu signifikant höheren Emissionen durch zusätzliche Verpackung und Transport, da Reinigungsprozesse die Rücklogistik komplizieren.
„Die Pharmalogistik erfordert zunehmend hochspezialisierte Transportlösungen, die überdurchschnittlich emissionsintensiv sind.“
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