Chemiekonjunktur – Asiens Chemiemärkte unter Druck
Durch die Sperrung der Straße von Hormus kommt es in weiten Teilen Asiens zu massiven Störungen der Lieferketten. Die Produktion wird gedrosselt.
Henrik Meincke, VCI

Der Iran-Krieg hat die geopolitische Lage und die globale Energieversorgung grundlegend verändert. Der Nahe Osten ist vor allem für Asien ein wichtiger Lieferant von Öl, LNG, Raffinerieprodukten und Petrochemikalien. Mineralölprodukte und Erdgas sind die wichtigsten Rohstoffe und Energieträger für die Chemie. Durch die Sperrung der Straße von Hormus kommt es in weiten Teilen Asiens zu massiven Störungen der Lieferketten. Die Produktion wird gedrosselt. Force-Majeure-Meldungen häufen sich. Einige Länder haben bereits Exportbeschränkungen erlassen, um die Versorgung der heimischen Industrie mit chemischen Grundstoffen zu stabilisieren. Gleichzeitig steigen auch in Asien die Preise für chemische Grundstoffe rasant, vor allem durch gestiegene Ölpreise. Zumindest vorübergehend schrumpft der Wettbewerbsvorteil der asiatischen Chemie – auch gegenüber der europäischen Konkurrenz.
Inhalt:
- Chinas Wachstumsmodell: Strukturwandel statt Höchsttempo
- Südkorea: Energiekrise bremst die Chemieproduktion
- Indien: Breiter Energiemix begrenzt Folgen des Iran-Kriegs
- Japan: Schleppende Erholung bei hoher Energieimportabhängigkeit
- Ausblick: kurzfristige Risiken, langfristiges Potenzial
- Henrik Meincke
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