Yncoris lässt Möglichkeiten zur Nutzung des Treibhausgases prüfen
In vielen Unternehmen Deutschlands entsteht Kohlenstoffdioxid. Es wird normalerweise nicht weiterverwertet oder gespeichert, sondern in die Umwelt abgegeben. Dort wirkt es klimaschädlich. Eine jüngst gestartete Studie im Auftrag des Chemieparkbetreibers Yncoris sowie einem Industriekonsortium befasst sich mit den Möglichkeiten einer CO₂-Infrastruktur von Köln bis zum Hafen Antwerpen-Brügge in Belgien. Denn eine solche Infrastruktur bildet die Grundlage, um CO₂ zu speichern und so den Ausstoß an Treibhausgasen zu reduzieren.
Ohne Infrastruktur keine Speicherung oder Nutzung

In der Wissenschaft gilt Kohlenstoffdioxid nicht nur als klimaschädliches Gas, sondern wird immer mehr als wertvoller Rohstoff erkannt. Die Anwendungs- und Umwandlungsmöglichkeiten von CO2 sind vielfältig, u. a. könnte es zur Herstellung von Methan, Harnstoff, Synthesegas, Essigsäure, Formaldehyd und Polyolefinen dienen. Bisher ist es jedoch für Unternehmen günstiger, Kohlenstoff aus Rohöl zu beziehen als aus Kohlenstoffdioxid. „Mit sinkenden Rohölressourcen und steigender CO2-Bepreisung wird jedoch die Attraktivität alternativer Lösungen steigen“, erklärt Sebastian Trunk, Projektmanager Standortentwicklung bei Yncoris in Hürth bei Köln. „Bis dahin bietet die Speicherung von Kohlenstoffdioxid beispielsweise in der Nordsee eine Chance, um CO2-Emissionen zu reduzieren. Doch wie das Kohlenstoffdioxid von den Emittenten zu den Speicherstätten oder später einmal zu potenziellen Nutzern gelangen könnte, wurde bisher nicht in dieser Tiefe und Zusammensetzung untersucht.“
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