22.04.2026 • Themen

TÜV Süd Akademie bietet Qualifizierung für die Chemieindustrie

Autor: Holger Mai, TÜV Süd Akademie

Kreislaufwirtschaft als geschlossener Materialkreislauf – von Design und Produktion über Nutzung bis hin zu Sammlung und Recycling.
Kreislaufwirtschaft als geschlossener Materialkreislauf – von Design und Produktion über Nutzung bis hin zu Sammlung und Recycling.
© TÜV Süd

Zirkuläre Geschäftsmodelle werden zum Wettbewerbsfaktor. Was jedoch häufig fehlt, sind die Kompetenzen für eine sichere und skalierbare Umsetzung. Wie verankern Chemieunternehmen zirkuläre Ansätze so, dass Regulierung erfüllt wird, Risiken sinken und operative Prozesse effizient gesteuert werden?

Die Chemieindustrie steht beim Übergang zur Kreislaufwirtschaft unter Druck. Sie muss Ressourcen innovativ und emissionsarm nutzen, gleichzeitig wettbewerbsfähig bleiben und auf geopolitische Unsicherheiten, volatile Rohstoffmärkte sowie Kostendruck reagieren. Politisch ist die Richtung klar: Der EU-Aktionsplan Kreislaufwirtschaft, kurz CEAP 2020, und in Deutschland die im Dezember 2024 beschlossene Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS), geben die Leitplanken für zirkuläre Produktgestaltung und Märkte vor. Der CEAP 2020 richtet den Fokus auf den gesamten Produktlebenszyklus. Dazu gehören zirkuläres Design, Langlebigkeit, Reparierbarkeit und die Stärkung von Sekundärrohstoffmärkten. Die NKWS bündelt Ziele und Maßnahmen für den Übergang zur zirkulären Wirtschaft.
Für viele Unternehmen gilt: Zirkularität ist kein Imageprojekt, sondern Bestandteil der langfristigen Strategie. Sie wirkt in alle Prozesse ein. Gerade in der chemischen Industrie entstehen Klima- und Ressourceneffekte vor allem in der Rohstoffgewinnung, bei Vorprodukten und in vorgelagerten Prozessketten. Zirkuläre Strategien, etwa durch den Einsatz von Rezyklaten, alternativen Rohstoffpfaden oder neuen Recyclingtechnologien, beeinflussen daher nicht nur Nachhaltigkeitskennzahlen, sondern wirken sich auch positiv auf die Versorgungssicherheit, die Kostenstrukturen und die Resilienz gegenüber Lieferkettenrisiken aus.

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