26.03.2013 • Themen

Positionspapier zu Bildung, ­Forschung & Innovation

Alexander Raths - Fotolia.com
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Deutschland braucht mehr Investitionen in Bildung, Wissenschaft und Forschung, weniger Innovationshemmnisse sowie eine Infrastruktur, die neue Produkte und Verfahren unterstützt. Dies fordern die acht größten deutschen Chemieorganisationen in einem gemeinsamen Positionspapier, das vor dem Hintergrund der anstehenden Bundestagswahl Ende Januar herausgegeben wurde.
Hinter dem Papier „Positionen und Forderungen zu Bildung, Forschung und Innovation" stehen der Verband der Chemischen Industrie (VCI), der Verband angestellter Akademiker und leitender Angestellter der chemischen Industrie (VAA), der Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC), die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh), die Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie (Dechema), die Deutsche Bunsen-Gesellschaft für Physikalische Chemie (DBG) sowie die Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie (GBM).
Ein erfolgreicher Wirtschaftsstandort ist auf eine leistungsstarke Forschung in Wissenschaft und Industrie angewiesen, die eine Spitzenposition im internationalen Wettbewerb einnimmt. Denn Forschung und Innovationen legen den Grundstein für den ökonomischen Erfolg einer Volkswirtschaft. Daher sprechen sich die Chemieorganisationen gemeinsam für die konsequente Fortsetzung der qualitäts- und leistungsorientierten Förderung der Forschung an Hochschulen und anderen Forschungseinrichtungen aus. Zusätzlich befürworten sie die Einführung einer steuerlichen Forschungsförderung für Unternehmen. Eine solche Maßnahme stärke den Standort Deutschland und sorge für zusätzliches Wachstum. Gerade die Chemie als einer der wichtigsten Innovationsmotoren könne mit ihren Verfahren und Produkten entscheidend zu einer nachhaltigen Entwicklung und zur Lebensqualität der Menschen beitragen. Eine in Wissenschaft und Industrie leistungsfähige Chemie sei deshalb unabdingbar, um die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen.
Unverzichtbar für den Chemiestandort Deutschland sind gut ausgebildete Menschen in Wissenschaft und Industrie. In ihrem Papier empfehlen die Chemieorganisationen deshalb mehr staatliche Investitionen in die Schul- und Hochschulbildung, eine verstärkte finanzielle Förderung sowie einen Ausbau des naturwissenschaftlich-technischen Unterrichts an den Schulen und bundesweit geltende Bildungsstandards in allen Schulfächern. Auch die Bachelor- und Master-Studiengänge müssen weiterentwickelt werden, damit die deutschen Hochschulen im internationalen Wettbewerb attraktiver werden. Darüber hinaus betonen die ­Chemieorganisationen die zentrale Bedeutung der beruflichen Bildung für die Industrie. Sie fordern deshalb, bei Schulabgängern die notwendige Ausbildungsreife sicherzustellen und die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung zu stärken.
Wichtig sei zudem, Neuem gegenüber aufgeschlossen zu sein und keine zusätzlichen Hindernisse für Innovationen aufzubauen, betonen die Chemieorganisationen. Dazu gehöre z. B. der Verzicht auf eigene „Nano-Gesetze".

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