13.04.2016 • Themen

Lücke geschlossen

Aerzener: Für spezielle Unterdruck-Anwendungen kommt nun eine  E-Variante zur...
Aerzener: Für spezielle Unterdruck-Anwendungen kommt nun eine E-Variante zur Drehkolbenverdichter-Baureihe hinzu

Neben den Bauformen S und L sowie H für höhere Drücke ist nun in der Delta Hybbrid Baureihe aus Aerzen auch eine E-Variante für spezielle Unterdruck-Anwendungen verfügbar.

Die Synergie aus Gebläse- und Verdichtertechnik bietet durch die konstruktive Verschmelzung der Vorteile beider Systeme völlig neue Möglichkeiten in der Unter- und Überdruck-Erzeugung von Luft und neutralen Gasen. Im Vergleich zu herkömmlichen Kompressoren führte die Kombination der beiden Technologien zu einer verbesserten Energieeffizienz um bis zu 15 %.

Neue Möglichkeiten im Bereich der Saugförderung
Auch der Unterdruckbereich wurde durch den bewussten Ausbau des Sortiments ausgedehnt. Da herkömmliche Drehkolbengebläse aufgrund ihres Konstruktionsprinzips im Unterdruckbereich auf eine max. Druckdifferenz von -500 mbar beschränkt sind, mussten für niedrigere Druckbereiche bisher kostenintensivere Vakuumpumpen eingesetzt werden.
Das Einsatzspektrum der Delta Hybrid Aggregate wurde nun durch die neue Bauform E auf einen Druckbereich von bis zu -700 mbar erweitert. Dieser neue Druckbereich eröffnet neue Möglichkeiten im Bereich der Saugförderung und eignet sich z. B. für Einsatzgebiete in der Lebensmitteltechnik, Kunststoffgranulat-Pneumatik oder Chemie. Delta Hybrid E schließt somit die Lücke im bisherigen Aerzen Maschinen Portfolio. Die Vorteile für den Anlagenbau und Betreiber liegen auf der Hand: reduzierte Investitionskosten, höhere Energieeffizienz und mehr Flexibilität in der Saugförderung.

Verwendung im Unterdruckbereich
Pneumatische Fördereinrichtungen sind in der Schüttguttechnik sehr beliebt: Sie lassen sich einfach aufbauen, haben wenig bewegte Teile und sind dadurch wartungsarm und anpassungsfähig. Die Feststoffe werden auch über größere Entfernungen mit Luft oder Inertgas kontinuierlich durch Rohre transportiert. Prinzipiell unterscheidet man Druck- und Saugförderung. Die Feststoffbeladung hat bei der pneumatischen Förderung einen entscheidenden Einfluss auf das Betriebsverhalten der Anlage. Je niedriger die Beladung, desto weniger neigt die Rohrleitung zum Verstopfen.
Allerdings erfordert eine niedrige Beladung (Flugförderung/Druckförderung) hohe Strömungsgeschwindigkeiten und entsprechend viel Energie und führt zu Abrieb. Generell sollten harte und abriebempfindliche Schüttgüter eher bei niedrigen Gasgeschwindigkeiten, also im Dichtstrom (Saugförderung), gefördert werden. Im Mitteldruckbereich haben sich Drehkolbengebläse sowohl für die Druckförderung als auch im Saugbetrieb bewährt.
Optional können die Drehkolbenverdichter auch mit der neuen Steuerung Aertronic ausgerüstet werden, die durch ihren modularen Aufbau eine maßgeschneiderte Lösung für jeden Anwendungsfall bietet. Darüber hinaus gibt es für die Delta Hybrid-Baureihe auch eine „All-in-One“-Lösung mit integriertem Frequenz­umrichter und Leistungsteil. Diese Anlagen sind nach Anschluss von Stromversorgung und Förderluft-Leitung sofort betriebsbereit

Luft und neutrale Gase ölfrei fördern
Die neuen Delta Hybrid-Aggregate wurden für alle Einsatzfälle geschaffen, bei denen Luft und neutrale Gase ölfrei gefördert werden müssen, wie z. B. in Kläranlagen, in der chemischen Industrie, der Kraftwerkstechnik oder zum Transport und zum Entladen staubförmiger Güter.

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