27.05.2026 • Themen

Power-to-X: Vom Pilotprojekt zur industriellen Skalierung

Autoren: Cornelius Knecht und Rasmus Rahn, EY-Parthenon

Grafik 1: Die PtX-Wertschöpfungskette
Grafik 1: Die PtX-Wertschöpfungskette
© EY-Parthenon

Power-to-X gilt technologisch als ausgereift, der industrielle Markthochlauf bleibt jedoch hinter den Erwartungen zurück. Die Ergebnisse des Power-to-X-Barometers von EYParthenon und VDMA zeigen deutlich: Nicht technologische Reife, sondern fehlende Investitionssicherheit, unklare Erlösmodelle und fragmentierte regulatorische Rahmenbedingungen sind die zentralen Bremsfaktoren.

Im Rahmen der Energiewende werden Technologien für die Speicherung oder Nutzung von regenerativ erzeugtem Strom (Power-to-X) eine wichtige Rolle spielen. Wasserstoff ist dabei das zentrale Zwischenprodukt, das durch Elektrolyse gewonnen wird. Der Beitrag betrachtet Power-to-X konsequent aus Kapitalmarkt und Investorenperspektive und diskutiert die Implikationen für Projektentwickler, Anlagenbauer und Anbieter entlang der Wertschöpfungskette.

Power-to-X: Technologisch reif, wirtschaftlich gebremst

In den vergangenen Jahren hat sich die technologische Reife von Power-to-X-Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette deutlich erhöht. Elektrolyse, die Umwandlung zu Derivaten sowie zahlreiche industrielle Anwendungen gelten heute als technisch gut realisierbar und sind in vielen Fällen erprobt. Damit hat sich der Fokus der Diskussion spürbar verschoben: weg von grundlegenden Technologiefragen hin zur industriellen Umsetzung. Dennoch bleibt der industrielle Hochlauf spürbar hinter politischen Zielsetzungen und anfänglichen Markterwartungen zurück.

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