22.04.2026 • Themen

Analytik von Talkum und Nitrosaminen in Pharmaprodukten

Regulatorische Neuerungen wie die aktualisierte USP-Monographie 901 zu Asbest in Talkum oder der anhaltende Fokus auf Nitrosaminverunreinigungen zeigen deutlich: Die Anforderungen an pharmazeutische Hersteller und Analytikdienstleister steigen kontinuierlich.

Felix Thoelen, Jens Fangmeyer und Felix Krischer, Currenta

Rohstoffe, Hilfsstoffe und Zwischenprodukte müssen heute umfangreicher charakterisiert werden, gleichzeitig wächst der Bedarf an zuverlässigen, skalierbaren und wissenschaftlich fundierten Analyseansätzen. Dieser Trend stärkt die Zusammenarbeit zwischen Industrie und Dienstleistern und schafft Raum für innovative, kundenspezifische und regulatorikkonforme Analytik.

Wesentlicher Treiber für die Entwicklung rund um das Thema Asbest in Talkum ist die jüngst veröffentlichte USP Monographie 901, die verbindlich den kombinierten Einsatz von polarisierter Lichtmikroskopie (PLM) und Röntgendiffraktometrie (XRD) fordert, um Asbestfasern sicher identifizieren bzw. ausschließen zu können. Die Anforderung an die Hersteller sind klar: Im pharmazeutischen Einsatz darf Talkum keinerlei nachweisbare Asbestfasern enthalten. Das Mineral wird jedoch üblicherweise aus natürlichen Lagerstätten gewonnen, in denen faserförmige Silikatminerale wie Tremolit, Antophyllit oder Chrysotil gemeinsam mit Talkum auftreten können. Dies bringt das Risiko der Kontamination mit sich.

Für den Hersteller ergibt sich dadurch die Herausforderung, Qualität und Beschaffenheit des gewonnenen Talkums im Rahmen der Regulatorik sicherzustellen und gleichzeitig über analytische Verfahren zu verfügen, die sensitiv und eindeutig genug sind, um Asbest auszuschließen.

Asbest in Talkum: Eine herausfordernde Analytik

Beide Herausforderungen sind technisch anspruchsvoll – insbesondere, weil sich Talkum und bestimmte Asbestminerale optisch und kristallografisch ähneln können und die analytische Messmethoden aufgrund der geforderten Nachweisgrenze und Sensitivität an ihre Grenzen geraten.

Weiterlesen mit Login

Noch nicht registriert?

Registrieren Sie sich jetzt kostenfrei und Sie erhalten vollen Zugriff auf alle exklusiven Beiträge. Mit unserem Newsletter senden wir Ihnen Top-Meldungen aus der Chemie-, Pharmaindustrie. Außerdem erhalten Sie regelmässig Zugriff auf die aktuellen E-Paper und PDFs von CHEManager.

Registrieren

Anbieter

Currenta GmbH & Co. OHG

Chempark Leverkusen
51368 Leverkusen
Deutschland

Webinar

Die Ära Chemie 4.0 gekonnt meistern
ERP für die Chemie

Die Ära Chemie 4.0 gekonnt meistern

Während die Nachfrage an Chemieprodukten in Westeuropa nur langsam wächst, steigt der Bedarf in Schwellenländern überdurchschnittlich.

Batterietechnologie

Batterie: Materialien, Prozesstechnologien und Anlagen

Batterie: Materialien, Prozesstechnologien und Anlagen

Ob Batterien für die E-Mobilität oder Energiespeicher für die Energiewende – Batteriesystem sind ein Schlüssel für die Elektrifizierung der Gesellschaft.

Meist gelesen

Photo

Pioniere aus Tradition

Interview mit Peter Friesenhahn, CEO von Haltermann Carless, über die Ziele des Transformationsprogramms RACE und seine Pläne für das Unternehmen.

Photo

Single-Site Excellence

Interview mit Frank Wegener und Jörg Blumhoff, ESIM Chemicals, über die Wettbewerbssituation und ihre künftige Strategie im weltweiten CDMO-Markt.

Photo

Vorsprung durch Forschung

Wacker baut seine Forschungsaktivitäten aus. Der Münchner Chemiekonzern hat einen zweistelligen Millionenbetrag in ein neues Biotechnology Center in der bayerischen Landeshauptstadt investiert.