19.09.2016 • Themen

Additive Fertigung auf dem Vormarsch

Kaum eine Technologie findet derzeit so viel Aufmerksamkeit wie die additive Fertigung, auch generative Fertigung oder 3D-Druck genannt. Weltweit treiben additive Fertigungsverfahren Anwender aus Design- und Verpackungsindustrie, Luft- und Raumfahrt, Automobilbau, Dental- und Medizintechnik sowie die Maschinen- und Anlagenbauer um. Die Verfahren bieten hohe gestalterische Freiheit und ermöglichen es somit, individuelle Bauteile mit hoch komplexen Geometrien und inneren Strukturen zu fertigen. Eine Präsentation auf der K 2013 hat die direkte additive Fertigung von Kunststoffteilen aus Thermoplasten ins Bewusstsein vieler Kunststoffverarbeiter befördert. Die Technologien sind inzwischen so weit gereift, dass sie in einigen Bereichen eine Ergänzung oder auch Alternative zu den klassischen Produktionsverfahren darstellen, zumal sich Konsumentengeschmack und Modewellen immer kurzfristiger verändern und die Individualisierung von Kunststoffprodukten die Industrie vor neue Herausforderungen stellt. Die Messe Düsseldorf hat vor drei Jahren die Marke 3D fab+print ins Leben gerufen, um dem Zukunftsthema eine besondere Fokussierung zu geben. Auf der K 2016 wird es umfassende Möglichkeiten geben, sich über Chancen und Grenzen der additiven Fertigung zu informieren.

Der Touchpoint 3D fab+print in Halle 4 ist zentraler Informationsstand zu diesem Themenbereich. Er wird gemeinsam gestaltet und personell besetzt von der Messe Düsseldorf und ihrem Partner KCI Publishing BV, einem führenden Wissens-, Kommunikations- und Informationsunternehmen mit Sitz in den Niederlanden. Am Stand können Technologieanbieter und Anwender, Aussteller und Besucher, Visionäre und Praktiker im Dialog aufeinandertreffen und dieses zukunftsweisende Thema vorantreiben.

Vertiefende Vorträge und Diskussionen dazu werden in zwei Halbtageskonferenzen am Donnerstag, 20. Oktober, und am Dienstag, 25. Oktober, jeweils von 9.00 bis 12.30 Uhr, angeboten. Die 3D fab+print Morning Summits, ebenfalls organisiert von KCI Publishing, befassen sich mit Materialentwicklungen ebenso wie den unterschiedlichen Verfahren der additiven Fertigung, mit Best Practices, Anwendungsszenarien, Marktpotenzialen und Kosten. Beiträge von führenden Herstellern wie Stratasys, Arburg, Proto Labs und EnvisionTec und von Experten aus Wissenschaft und Forschung stellen sicher, dass alle Aspekte kompetent erörtert werden. Jede der knapp halbstündigen Präsentationen besteht aus einem kurzen Vortrag, gefolgt von einer Fragerunde. Die Veranstaltung am Donnerstag, dem 20. Oktober, wird moderiert von Herrn Prof. Dr.-Ing. habil. Gerd Witt von der Universität Duisburg-Essen, Lehrstuhl Fertigungstechnik.

Bereits am Eröffnungstag der K 2016, dem 19. Oktober, wird im Rahmen des Thementages Industrie 4.0 in der Sonderschau „Plastics shape the future“ in Halle 6 ein Kurzvortrag zum Thema „Additive Fertigung zur Individualisierung von Serienprodukten“ stattfinden.

Additive Fertigung zum Anschauen, Anfassen und Ausprobieren wird der FabBus „Wolfgang“ an allen Messetagen vor Halle 3 bieten. Der ehemalige Berliner Doppeldeckerbus wurde im Rahmen eines EU-Förderprojektes vom GoetheLab der FH Aachen zu einem mobilen Labor umgebaut und bringt die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse auf dem Gebiet der additiven Fertigung aus dem Labor direkt ins Messegelände, macht die Technik verständlich und erlebbar. In der unteren Etage des FabBus befindet sich der Showroom mit Ausstellungsstücken und Bauteilen aller gängigen Verfahren der additiven Fertigung. In der oberen Etage können die Besucher an acht Arbeitsplätzen mit jeweils eigenen CAD-Rechnern und 3D-Druckern eigene Objekte konstruieren, dreidimensional drucken und direkt mitnehmen.

Last but not least bieten zahlreiche Aussteller der K 2016 interessante Innovationen zum Themenbereich additive Fertigung. Die Messe Düsseldorf wird diese Anbieter in einer speziellen Broschüre vorstellen, um allen interessierten Besuchern den direkten Überblick zu ermöglichen.

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