H2-Marktindex 2025: Wasserstoff kommt – aber zu langsam für die Industrie.
Andrea Gruß, CHEManager
Wasserstoff ist Ausgangspunkt wichtiger Wertschöpfungsketten und zentraler Baustein der Transformation. Schon heute kommen in der Chemie- und Pharmaindustrie jährlich etwa 37 TWh Wasserstoff zum Einsatz, Tendenz steigend. Das macht die Branche zum derzeit größten Wasserstoffnutzer. Doch der Ausbau der Wasserstoffwirtschaft in Deutschland kommt nicht in Gang. Zwar steigt die Zahl der Patentanmeldungen und die Infrastruktur wird erweitert, dennoch schätzen Akteure den Wasserstoffmarkt aktuell verhaltener ein als noch ein Jahr zuvor und der aktuelle H2-Marktindex 2025 liegt unter dem Niveau des Vorjahrs.
Klimafreundlicher Wasserstoff ist von hoher Relevanz für den Umbau des Industriestandorts Deutschland. Umso wichtiger die Frage: Wie entwickelt sich der Wasserstoffmarkt in Deutschland? Der H2-Marktindex misst die aktuelle Entwicklung des Wasserstoffmarkts und zeigt Herausforderungen im Markthochlauf auf. Er wird seit 2023 jährlich vom Energiewirtschaftlichen Institut (EWI) der Universität Köln in Kooperation mit acht Verbänden – darunter der Verband der Chemischen Industrie (VCI) – erstellt. Der Index bündelt die Einschätzungen zentraler Akteure entlang der Wasserstoff-Wertschöpfungskette – von Energie über Chemie bis Mobilität. Die Ergebnisse werden auf einer Skala von 0 (negativ) bis 100 (positiv) abgebildet. Der Gesamtindex setzt sich aus den vier Indices Innovationsumfeld, Infrastrukturausbau, politisch-regulatorischer Rahmen und Marktentwicklung zusammen.
Weiterlesen mit kostenfreier Registrierung
Registrieren Sie sich jetzt kostenfrei und Sie erhalten vollen Zugriff auf alle exklusiven Beiträge. Mit unserem Newsletter senden wir Ihnen Top-Meldungen aus der Chemie-, Pharmaindustrie. Außerdem erhalten Sie regelmässig Zugriff auf die aktuellen E-Paper und PDFs von CHEManager.
Meist gelesen

Radikaler Schnitt für gesundes Wachstum – CHT stellt sich neu auf
Die CHT Group gehört zu den Hidden Champions der deutschen Spezialchemie.

Auf der Suche nach der richtigen Formel
Europas Stärke liegt in der Verbindung von Prozesswissen, Anwendungskompetenz und Nachhaltigkeit

Chemiekonjunktur – China auf der Überholspur
Im Jahr 2024 stieg der Anteil Chinas an den globalen Chemieinvestitionen auf rund 45 %. Doch die goldenen Jahre des chinesischen Wirtschaftswunders sind vorbei.

Vorsprung durch Forschung
Wacker baut seine Forschungsaktivitäten aus. Der Münchner Chemiekonzern hat einen zweistelligen Millionenbetrag in ein neues Biotechnology Center in der bayerischen Landeshauptstadt investiert.

Continuous Manufacturing ganzheitlich bewerten
Die Investitionsentscheidung für eine kontinuierliche Produktion bedarf einer belastbaren Wirtschaftlichkeitsrechnung entlang des gesamten Prozesses.






