27.05.2026 • Themen

Skalierfähigkeit als Voraussetzung zur Standortsicherung

Interview mit Nina Herten, Levaco Chemicals

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© Levaco_Vollmer

Als Hersteller von Spezialchemikalien und Additiven sieht sich Levaco Chemicals mit zunehmender Komplexität und ständig wachsendem Wettbewerbsdruck konfrontiert. Im Rahmen der CHEManager-Serie über Digitalisierungsstrategien bekannter Chemie- und Pharmaunternehmen erläuterte Nina Herten, Leiterin Digital Transformation und Project Office bei Levaco ­Chemicals, im Gespräch mit Stefan Gürtzgen inwieweit digitale Transformation einen essenziellen Beitrag zur Steigerung der Innovationskraft und somit zur Zukunftssicherung des Leverkusener Unternehmens leistet.

CHEManager: Frau Herten, welche Bedeutung hat Digitalisierung für die zukünftige Ausrichtung Ihres Unternehmens?

Nina Herten: Digitale Transformation entscheidet für uns, ob wir in Europa skalieren und wettbewerbsfähig bleiben – oder an wachsender Komplexität scheitern. Als mittelständisches Spezialchemieunternehmen agieren wir in einem globalen, hochkompetitiven Markt. Gewinnen können wir selten über den Preis, sondern über Innovationskraft, Geschwindigkeit und Anpassungsfähigkeit – genau hier setzt unsere Digitalisierungsstrategie an.

Nina Herten, Leiterin Digital Transformation und Project Office, Levaco Chemicals
Nina Herten, Leiterin Digital Transformation und Project Office, Levaco Chemicals
© Levaco_Vollmer

Automatisierung und KI zur Effizienzsteigerung sind wichtig und Teil unseres Wegs. Der eigentliche Wettbewerbsvorteil entsteht jedoch dadurch, dass wir schneller lernen, fundierter entscheiden und vor allem skalierbarer arbeiten. Gerade am Standort Deutschland mit hohen regulatorischen Anforderungen sowie Energie- und Personalkosten ist das entscheidend. Wenn wir unter diesen Bedingungen wettbewerbsfähig bleiben wollen, dürfen wir bei Wachstum nicht proportional mehr Komplexität erzeugen. Wir müssen in der Lage sein, Volumen, Variantenvielfalt und Projektanzahl zu steigern, ohne dass die Organisation an administrativer Last kollabiert. Digitalisierung entscheidet deshalb nicht nur über Effizienz, sondern über die Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells in Deutschland.

Wo stehen Sie aktuell in Ihrer digitalen Transformation?

N. Herten: Die strategische Phase haben wir inzwischen abgeschlossen: Leitlinien und Prioritäten sind klar definiert. Technologisch setzen wir auf ein integriertes ERP-System als Rückgrat unserer Prozesse, das wir gezielt durch flexible, anwendungsnahe Lösungen ergänzen.

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