11.03.2026 • Themen

Nachhaltige Holzleime

Das Start-up Ligaro aus Hannover entwickelt biobasierte, ungiftige Alternativen zu konventionellen Klebstoffen.

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Das Team von Ligaro (v.l.n.r.): Leander Lehmann, Tim Gatz, Florentine Adam, Mona Körding, Joana Kappes, Victor Mayerhofer.
© Ligaro

Die Auswirkungen konventioneller Klebstoffe auf Umwelt und Gesundheit werden häufig unterschätzt. Klebstoffe werden in der Regel aus Erdöl hergestellt, können nicht gut recycelt werden und belasten damit die Umwelt. Mehr als zwei Drittel aller Holzklebstoffe enthalten zudem krebserregendes Formaldehyd. Das Hannoveraner Start-up Ligaro bietet eine sichere und nachhaltige Alternative, bei gleichzeitig hoher mechanischer Leistungsfähigkeit und Wasserfestigkeit. Der erste Klebstoff enthält Proteine aus industriellen Nebenströmen. Dadurch kann der CO₂-Ausstoß um bis zu 90 % reduziert werden, und der Klebstoff ist vollständig biologisch abbaubar. Die Gründerinnen Florentine Adam, Joana Kappes und Mona Körding erläutern ihre Motivation und ihre Ziele.

CHEManager: Wann und wie begann die Geschichte von Ligaro?

Florentine Adam: Die Idee zu Ligaro entstand ganz klassisch in meinem Keller. Ich arbeite seit meiner Kindheit leidenschaftlich gerne mit Holz und baue auch meine eigenen Holz-Surfboards. Mich hat jedoch gestört, dass ich beim Kleben mit giftigen und gesundheitsschädlichen Stoffen arbeite. Zudem möchte ich nicht, dass das natürliche Material Holz mit petrochemischen Substanzen verklebt und damit das Recycling verhindert wird. Da ich keinen Klebstoff gefunden habe, der nachhaltig und wasserfest ist, habe ich beschlossen, meinen eigenen zu entwickeln. Mein Ziel war klar: Beim Surfen auf einem Board zu stehen, das komplett aus natürlichen Materialien besteht – mit der Kraft der Natur, getragen von der Natur. 

Was sind die Vorteile Ihrer Klebstoffe gegenüber konventionellen Klebstoffen oder Wettbewerbsprodukten?

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