Movianto stärkt Logistiklösungen für das Gesundheitswesen

Movianto, ein Unternehmen der Yusen Logistics-Gruppe und Spezialist für Pharma- und Gesundheitslogistik, hat seinen Standort in Aalst, Belgien, erheblich erweitert. Die Lagerkapazität für temperaturgeführte Paletten hat sich von 14.000 auf 25.000 fast verdoppelt. Der neu erweiterte Standort, der nun voll in Betrieb ist, bietet mehr Platz für pharmazeutische und medizinische Produkte in den Temperaturbereichen Raumtemperatur (15–25°C), gekühlt (2–8°C), tiefgekühlt (–20°C) und ultrakalt (–80°C). Die Erweiterung trägt der wachsenden Nachfrage nach spezialisierten Dienstleistungen für die Gesundheitsversorgungskette Rechnung, selbst in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld.
„Trotz allgemeiner wirtschaftlicher Gegenwinde wächst die Nachfrage nach unseren spezialisierten Lösungen für das Gesundheitswesen weiter“, sagte Bruno Jacques, stellvertretender Geschäftsführer von Yusen Logistics (Europe) und CEO von Yusen Logistics Healthcare. „Dieses Wachstum wird von zwei Faktoren angetrieben: unserem starken Fokus auf den Pharmabereich, der es Kunden ermöglicht, Dienstleistungen von der Lagerung bis hin zu kompletten Order-to-Cash-Lösungen zu wählen, und einer wachsenden Präferenz für integrierte Lieferkettenmodelle, die Lagerhaltung mit internationaler Spedition per Schiene, Luft und See kombinieren.“
Der erweiterte Standort in Aalst wurde diesen Monat nach einer Inspektion durch die zuständigen Behörden in Betrieb genommen. Das Multi-User-Lager entspricht den Anforderungen der EU-Good-Distribution-Practice (GDP) für Arzneimittel und erfüllt neben den ISO-Qualitätszertifizierungen auch die strengen Sicherheitsstandards von TAPA (Transported Asset Protection Association). „Dies ist eines der anspruchsvollsten Zertifizierungssysteme der Branche“, sagte Leen Michiels, Standortleiterin bei Movianto in Aalst. „Es geht weit über die Standardanforderungen der ISO 9001 hinaus und umfasst Maßnahmen wie Videoüberwachung, eine vollständige Umzäunung des Geländes und kontrollierten Zugang.“
Die Erweiterung stärkt zudem das spezialisierte Dienstleistungsangebot des Unternehmens und unterstützt das Personalwachstum am Standort Aalst. Es wurden spezielle neue Bereiche für Gefahrgut und Betäubungsmittel eingerichtet, um der steigenden Kundennachfrage gerecht zu werden, während das lokale Team von rund 100 auf 150 Mitarbeitende anwachsen wird. Die Gefahrgutzone bietet 576 Palettenstellplätze in einer kontrollierten Umgebung mit einer Temperatur von 15–25 °C und ist auf jeder Ebene mit Sprinklern in den Regalen ausgestattet.
Aalst als Tor zu Europa – und als Zollfreilager-Transitknotenpunkt
Laut Jacques spielt Aalst eine immer wichtigere Rolle in den internationalen Lieferketten im Gesundheitswesen. Nicht-europäische Kunden nutzen Belgien als strategisches Tor zu Europa, während der Standort gleichzeitig als Transitknotenpunkt für globale Logistikströme dient – so können Kunden Waren effizient sowohl an Ziele innerhalb als auch außerhalb der EU weiterleiten.
Der Standort Aalst ist als Zolllager zugelassen und ermöglicht die zollfreie Lagerung von Transitwaren sowie die Zollabfertigung für EU-Importe und -Exporte. Die Erweiterung ermöglicht es Kunden zudem, zusätzliche Lagerkapazitäten mit spezialisierten Dienstleistungen zu kombinieren, darunter die Logistik für klinische Studien und GMP-zertifizierte Aktivitäten wie Sekundärverpackung und länderspezifische Anpassungen, einschließlich Änderungen an Beipackzetteln.
Nachhaltigkeit im täglichen Betrieb verankert
Um einen effizienten und umweltbewussten Betrieb zu unterstützen, integriert der Standort Aalst eine Reihe von Nachhaltigkeitsmaßnahmen sowohl in die ursprüngliche Anlage als auch in deren Erweiterung. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach wird rund 50% des prognostizierten Strombedarfs des Standorts decken, gegenüber zuvor 30%. Die Beheizung und Kühlung des Raumtemperaturlagers erfolgt über eine Wärmepumpe. Das Kühllager nutzt natürliches CO₂ als Kältemittel, das ungiftig und nicht brennbar ist. Der Energieverbrauch wird durch hocheffiziente LED-Leuchten und bewegungsgesteuerte Beleuchtung weiter reduziert, während Regenwasser für nicht trinkbare Zwecke wie die Toilettenspülung genutzt wird. Um die Bodenversiegelung zu minimieren, sind alle Parkflächen mit durchlässigem Pflaster versehen, sodass Regenwasser auf natürliche Weise abfließen kann.













