19.01.2016 • Themen

Johann Strobl, Loxxess Pharma / Neue Komplexität der Pharmalogistik

Johann Strobl, Manager Sales / Marketing, Loxxess Pharma
Johann Strobl, Manager Sales / Marketing, Loxxess Pharma

Die Entdeckung des Logistik-Outsourcing durch die Pharmaindustrie kann als Initialzündung einer Branchennische gesehen werden: Seit mehr als zehn Jahren wächst das Segment des Pre-Wholesales, das Fremdlagergeschäft der Hersteller, fortwährend. Möglich wurde dies erst durch die Konzentration der Pharmakonzerne auf eigene Kernkompetenzen, Zuversicht sowie Vertrauen in neu entstehende Pharmalager-Dienstleister und nicht zu Letzt den gestiegenen Kostendruck.

Seither haben von diesem Modell überzeugte Hersteller und an den Anforderungen gewachsene Dienstleister dem Begriff der „Pharmalogistik“ eine neue Komplexität verliehen: Von Transport, Frachtmanagement, über Warehousing und Kommissionierung bis hin zu einer Vielzahl an Sonderdienstleistungen, in vor zehn Jahren undenkbaren Bereichen wie Finanz- oder Qualitätsfunktionen, reicht heute das Angebot an Outsourcing-Bausteinen.

Die Internationalisierung der Supply Chain, steigender Kostendruck auf die Pharmaindustrie sowie die Individualisierung von Therapie und Medikation werden die Zukunft der Pharmalogistik prägen: Mit dem Voranschreiten des Postponement-Ansatzes, d.h. Verlagerung der Erstellung von marktorientierten Endverpackungen auf eine möglichst späte Wertschöpfungsstufe, wird die Herstellung (GMP) samt Marktfreigabe Teil der Logistik.

Zentrale Gradmesser für die Pharmalogistik der Zukunft werden Innovationskraft und gelebte Qualitätsstandards der Dienstleister entlang der Supply Chain sein, von Auftrag über temperaturgeführten Transport bis Zentrallager mit angeschlossener Herstellung.

 

 

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