31.03.2011 • ThemenAnlagenbauEngineeringprocurement

Industrieanlagenbau: IT-Systeme sicher im Griff

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Industrieanlagenbau: IT-Systeme sicher im GriffDie Wirtschaft boomt – insbesondere im Maschinen- und Anlagenbau. Nach einer aktuellen Studie des Verbands deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) verzeichnete der Großanlagenbau im Ausland ein Plus von 27 % in diesem Jahr. Doch die gute wirtschaftliche Lage hat auch ihre Schattenseiten. Hohe Investitionsbereitschaft und zahlreiche Aufträge bescheren Maschinenund Anlagenbauern Engpässe. Zeit und Ressourcen werden knapp. In der Großindustrie und im Mittelstand werden händeringend neue Mitarbeiter gesucht. Für Projektleiter ist der Markt leergefegt. Dabei wächst der Auftragsbestand weiter. Die Abwicklung wird immer komplexer und risikobehafteter. Manager wissen leider oft nicht, wie sie diese Problematik aus eigener Kraft stemmen sollen. Das Zauberwort heißt Management of Change. Je größer ein Unternehmen, desto mehr Geschäftsbereiche und Abteilungen wickeln ein Projekt gemeinsam ab. Oft macht sich innerhalb verschiedener Projektgruppen in den Bereichen Engineering, Procurement und Construction ein aus der Vergangenheit geprägtes Abteilungsdenken breit, das die Zusammenarbeit aufgrund fehlender durchgängiger Strukturen erschwert. Die hohe Nachfrage erfordert eine Optimierung und Transparenz der Geschäftsprozesse. Auch die IT-Landschaft von Anlagenbauunternehmen spiegelt dieses Bild wider: Mit insularen Tabellenkalkulationssystemen kocht jede Abteilung ihr eigenes Süppchen. Die Folgen können schwerwiegend sein, wenn das Management den Überblick über Zeit- und Kostenpläne verliert. Individuell geprägte Spreadsheets sind nicht nur ein Kostenrisiko. Die spezifische Programmierung eines eigenen, abteilungsweit eingesetzten Tools erfordert einen hohen Zeitaufwand.

IT-Systeme Marke Eigenbau

In der chemischen Industrie und im Industrieanlagenbau sind Eigenentwicklungen weit verbreitet. Spezifische Systeme mögen einerseits die individuellen Anforderungen eines Unternehmens erfüllen, doch stellt der Austausch mit Fremdsoftware oft Schwierigkeiten dar. Pflege und Wartung eines Systems Marke Eigenbau erfordern zudem extrem hohen Aufwand innerhalb der ITAbteilungen. Wer hier spart, knüpft nach einer anfangs erfolgreichen Phase an einem undurchschaubaren Flickenteppich, der die produktive Projektarbeit schließlich mehr ausbremst als vorantreibt. Das Management, insbesondere im Controlling-Bereich, wünscht sich standardisierte Prozesse mit transparenten Projektinformationen: Sowohl im Personalbereich als auch in der Projektabwicklung und in der IT. Entscheidern im Anlagenbau sind die Probleme nicht unbekannt. Leider fehlen ihnen meist die passenden Lösungsansätze.

An einem Strang ziehen

Eine solide Basis für das Change- Management der Prozesse innerhalb eines Unternehmens bildet eine durchgängige IT-Landschaft. Im kaufmännischen Bereich sind Supply-Chain-Management-Systeme, wie beispielsweise SAP, Oracle oder Navision, längst Standard. Ein durchgängiges IT-System, das die technische Projektabwicklung von Basic Engineering über Detail Engineering und Construction bis hin zum Controlling umfasst, würde hier Abhilfe schaffen. Am besten in intelligenter Verbindung mit dem kaufmännischen Steuerungssystem, das bereits unternehmensweit eingesetzt wird. Denn gerade bei Großprojekten ist eine aktuelle und umfassende Übersicht über das Projekt für das Management unverzichtbar.

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