28.02.2012 • Themen

Hochdruck-Gleitringdichtung: Verschleißarm trotz starker Beanspruchung

CITplus - Die ESD GmbH Ekato Sicherheits- und Dichtungstechnik (ESD) hat die Gleit­ringdichtung ESD66P nach drei Jahren Einsatz in Reaktoren zur Herstellung von Polyethylen einer kritischen Begutachtung unterzogen. Die dreifachwirkende Hochdruck-Gleitringdichtung war permanent Temperaturen von bis zu 300 °C und einem Druck von bis zu 240 bar ausgesetzt. Trotz dieser hohen Belastungen zeigte die Preventive Maintenance, dass die Gleitringe kaum Verschleiß aufweisen - und das bei niedrigen Leckageraten.

Die Verschleißbilder der Siliziumcarbid- und Kohlenstoffringe waren bei der Kontrolle nahezu einwandfrei, bei einer Ebenheitsmessung mittels Planglas waren sogar noch die Interferenz-Bilder für beide Gleitringe erkennbar - ein Zeichen für sehr ebene Gleitflächen. Die Dichtungen haben zudem während ihres Einsatzes jederzeit beste Abdichtung und höchste Betriebssicherheit gewährleistet.

Zwei Kammern, drei ­Gleitringpaarungen
Dass die Dichtungen auch nach drei Jahren anspruchsvollem Einsatz kaum verschleißen, hat mit dem von Ekato ESD entwickelten Aufbau der ESD66P zu tun. In den dreifachwirkenden Gleitringdichtungen des Typs ESD66P bilden drei Gleitringpaarungen zwei hinterein­ander geschaltete Sperrkammern. Die behälterseitige Sperrkammer wird mit einem zum Behälter leicht erhöhten Druck betrieben. Die zweite, atmosphärenseitige Sperrkammer wird mit 50 % Druck der anderen Sperrkammer beaufschlagt. Es entsteht ein stufenweiser Druckabbau über zwei Kammern, wodurch die einzelnen Gleitringpaarungen einer geringeren Druckdifferenz ausgesetzt sind. Deshalb unterliegen die Gleitringe einer geringeren Belastung als bei herkömmlichen, doppeltwirkenden Gleitringdichtungen. Die Vorteile: niedrigere Temperaturen, weniger Verschleiß und kürzere Stillstandzeiten bei erhöhter Sicherheit. Das spezielle Design der Gleitringe der ESD66P verstärkt diese positiven Effekte wesentlich.

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