Chemiepark mit Zukunft: Start-ups ergänzen Schwergewichte
Die Chemieindustrie in Deutschland stagniert seit 2019. Für das klassische Geschäftsmodell eines Chemieparks ist die Situation herausfordernd: Tendenziell sinkende Produktionsmengen lassen die Kosten für die verbleibenden Unternehmen steigen und verschlechtern so die Standortbedingungen. Ein Teufelskreis. Doch es geht auch anders. Der Chemiepark Gendorf zeigt, wie sich eine Aufwärtsdynamik erzeugen lässt: durch gezielte Ansiedelung junger Unternehmen aus Zukunftsindustrien.

Weiterentwicklung des Chemieparks Gendorf durch Ansiedelung von Zukunftsindustrien
Christoph von Reden, Vorsitzender der Geschäftsleitung des Chemieparkbetreibers InfraServ Gendorf, analysiert die aktuelle Situation schonungslos: „Investitionen der Großchemie finden vor allem im Ausland statt. Deutsche Chemiestandorte stellt das vor existenzielle Probleme, wenn sie einfach so weiter machen wie bisher.“ Vor diesem Hintergrund erarbeitete der Standortbetreiber in den vergangenen Jahren eine Strategie, um den Chemiepark Gendorf weiterzuentwickeln und zukunftsfest zu machen. Die Strategie fußt auf drei Säulen:
Durch ein umfassendes Programm zur Effizienzsteigerung die Wettbewerbsfähigkeit verbessern.
- Die Energieversorgung konsequent in Richtung Klimaneutralität umbauen.
- Den Chemiepark für neue Branchen öffnen und Unternehmen aus Zukunftsindustrien gewinnen.
„Wir entwickeln den Chemiepark zu einem Ökosystem ganz unterschiedlicher Unternehmen.“
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Anbieter
InfraServ GmbH & Co. Gendorf KGChemiepark Gendorf
84508 Burgkirchen
Deutschland
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