Modularisierung braucht Automatisierung

Eine steigende Volatilität der Absatzmärkte und immer kürzere Entwicklungszeiten für Produkte - mit entsprechend kurzen Verwertungsmöglichkeiten technologischer Vorteile - verändern die Anforderungen an das Design verfahrenstechnischer Anlagen und verstärken die Faktoren zu Gunsten der Verwendung vorgeplanter Module in einem Gesamtkonzept.

Die Namur hat jetzt mit ihrer Empfehlung NE 148 „Anforderungen an die Automatisierungstechnik durch die Modularisierung verfahrenstechnischer Anlagen“ ein Dokument veröffentlicht, das Anlagenbauern, Lieferanten und Betreibern beim Einsatz eines  modularen Anlagentyps aus der Perspektive der Prozessleittechnik (PLT) unterstützen und den Systemherstellern sinnvolle Hinweise für notwendige Entwicklungen geben soll.

Die NE 148 beleuchtet den gesamten Lebenszyklus einer Anlage im Umfeld eines modularen Anlagendesigns und formuliert die daraus resultierenden Anforderungen an die Automatisierungstechnik. Ziel ist eine drastische Reduzierung der Zeitspanne zwischen Produktidee und Markteinführung,  kürzere Projektlaufzeiten und eine erheblicher Gewinn an Flexibilität.

Während sich im klassischen Anlagenbau eine Vielzahl an Standards etabliert hat, fehlen für den modularen Anlagenbau besonders im Bereich der Automatisierung passende Rahmenbedingungen. Die Automatisierungstechnik soll bei dieser Entwicklung Vorreiter und Innovator werden, zumal viele der notwendigen Entwicklungen auch in klassisch errichteten Anlagen als Wettbewerbsvorteil genutzt werden können. Anforderungen wie beispielsweise die Rückwirkungsfreiheit verschiedener Einrichtungen einer Anlage oder die IT-Sicherheit erfahren durch die Entwicklung von modularen Anlagen eine zusätzliche Dynamik.

 

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