Michael Pohl/ Imperial Logistics International: Hohe Erwartungen an Sicherheit und Sicherung

Michael Pohl, Leiter Business Unit Chemicals, Bereich Warehousing &...
Michael Pohl, Leiter Business Unit Chemicals, Bereich Warehousing & Distribution Germany, Imperial Logistics International

Das Regulierungstempo für Lagerung, Umschlag und Transport chemischer Erzeugnisse hat sich in den vergangenen zehn Jahren erhöht, Auflagen verschärften sich. Mit der TRGS 510 (Technische Regel Lagerung von Gefahrstoffen in ortsbeweglichen Behältern) trat 2010 ein Regelwerk in Kraft, das die Anforderungen des Arbeitsschutzrechts für Gefahrstofflager neu zusammengefasst hat. Eine der größeren Veränderungen war sicher auch die schrittweise umgesetzte Verordnung „Classification, Labelling and Packaging“ (CLP). Mit Inkrafttreten dieser Verordnung wurde europaweit ein neues System für die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen eingeführt. Dies führte dazu, dass heute mehr Stoffe als giftig, gesundheitsschädlich oder entzündbar gelten als früher. Entsprechend stieg die Nachfrage nach qualifizierten Lagerflächen für Gefahrstoffe.

Die Erwartungen der Verlader in Bezug auf Sicherheits-, Sicherungs- und Qualitätssysteme ist in den vergangenen zehn Jahren gestiegen. Anforderungen an die Transportsicherheit (Safety) und Arbeitssicherheit wurden um Sicherungsaspekte (Security) ergänzt. Zu den Treibern gehörten die Anschläge von New York am 11. September 2001. Für besonders gefährliche Güter waren nun Sicherungspläne zu erstellen, schrieb das Gefahrgutübereinkommen ADR im Kapitel 1.10 vor.

Zudem wurde das Safety and Quality Assessment System (SQAS) des Europäischen Dachverbands der Chemischen Industrie CEFIC auf die Module Tankcleaning, Gefahrgutlager (Packaged Warehouse), Tank Storage und Distributor ausgeweitet. Themen wie Outsourcing und Kostenvariabilisierung über Dienstleister haben weiter an Bedeutung gewonnen. Gleichzeitig sind die Vertragslaufzeiten kürzer geworden. Ausschreibungen sind die Regel.

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