28.01.2026 • Themen

Digitalisierung, künstliche Intelligenz und autonome Produktion in der Prozessindustrie

Die (Teil‑) Autonomisierung von Prozessanlagen ist eines der zentralen Zukunftsthemen der Prozessindustrie – die NAMUR Hauptsitzung 2025 zeigte die Wege dahin auf.

Autor: Volker Oestreich, CHEManager

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Attila Bilgic und Dagmar Dirzus vom NAMUR-Sponsor Krohne präsentierten die entscheidenden Meilensteine, die den Übergang zur (Teil-)Autonomisierung von Anlagen prägen. Präzise Messwerte sind die Grundlage für autonome Steuerungssysteme. Technologien wie Ethernet-APL, OPC UA und die Verwaltungsschale spielen eine Schlüsselrolle.
© Volker Oestreich

Deutlicher als bei früheren Hauptsitzungen der NAMUR wurden im November 2025 die wirtschaftlichen Herausforderungen an die Produktion in der Prozessindustrie betont und Lösungsansätze über die Entwicklungskette von Automation über Digitalisierung und KI bis hin zur Autonomie aufgezeigt. Und ein besonderer Standortvorteil wurde auch herausgestellt: Die intensive Zusammenarbeit in der Prozessautomatisierung über Firmengrenzen hinweg, zwischen Anwendern und Herstellern von Automatisierungslösungen, und zwischen den relevanten Verbänden.

Die „Chemieagenda 2045“ soll den Weg dafür ebnen, Deutschland zum weltweit innovativsten Standort für Chemie, Pharma und Biotechnologie zu machen. Mut und Lösungswege sind dafür vonnöten, denn in der Chemiebranche ist die Produktion in 2025 um 2,5 % gesunken, die Produktionsanlagen sind nur noch zu 70 % ausgelastet – weit entfernt von Rentabilität. Auf der 88. NAMUR Hauptsitzung Ende November 2025 in Neuss wurde diese Zielsetzung intensiv diskutiert und konkrete Lösungsvorschläge gemacht: Technologien so einsetzen, dass sie Effizienz und Flexibilität steigern, die Herausforderungen von Demografie und Nachhaltigkeit meistern und die Wettbewerbsfähigkeit der Prozessindustrie langfristig sichern. Als besonderer Standortvorteil wurde die Kooperation der Firmen innerhalb der NAMUR und die Zusammenarbeit der NAMUR mit anderen Verbänden wie z.B. dem ZVEI oder der Profibus Nutzerorganisation.

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