Chemiker im „Dritten Reich“


Der Wissenschaftshistoriker Helmut Maier arbeitet mit seinem Buch die Geschichte der wissenschaftlichen Institutionen im gesamten Zeitraum von 1933 bis 1945 auf und erschließt erstmals bislang unzugängliche Dokumente. Beginnend mit der Gründerzeit der Chemie (1850-1900), untersucht er u.a. die Weimarer Krisenjahre, die „Gleichschaltung", die „Arisierung" und die Machtkämpfe in den Organisationen der chemischen Wissenschaft, die internationalen Beziehungen in der Zeit des Nationalsozialismus, die Schicksale von jüdischen Mitgliedern, die Kriegsarbeit der Reichsfachgruppe Chemie im NSBDT und die Gemeinschaftsarbeit für den NS-Vernichtungsapparat. Ein wichtiges Buch, das eine Lücke schließt. Die umfassende Studie wurde von der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) in Auftrag gegeben und spricht sowohl Chemiker als auch Historiker und natürlich alle geschichtlich Interessierten an.
Chemiker im „Dritten Reich"
Die Deutsche Chemische Gesellschaft und der Verein Deutscher Chemiker im NS-Herrschaftsapparat
von Helmut Maier
Wiley-VCH 2015
742 Seiten, 99,00 EUR
ISBN 978-3-527-33846-7
Meist gelesen

Schlüsselrohstoff für Industrie und Gesellschaft
Hochreines Salz besitzt für Europa strategische Bedeutung – doch der Markt ist konzentriert.

Verluste, die keiner sieht
In CCUS-Projekten der chemischen Industrie wird die präzise CO₂-Messung zur Schlüsseltechnologie - Coriolis-Systeme spielen dabei eine zentrale Rolle.

Continuous Manufacturing ganzheitlich bewerten
Die Investitionsentscheidung für eine kontinuierliche Produktion bedarf einer belastbaren Wirtschaftlichkeitsrechnung entlang des gesamten Prozesses.

Single-Site Excellence
Interview mit Frank Wegener und Jörg Blumhoff, ESIM Chemicals, über die Wettbewerbssituation und ihre künftige Strategie im weltweiten CDMO-Markt.

Auf der Suche nach der richtigen Formel
Europas Stärke liegt in der Verbindung von Prozesswissen, Anwendungskompetenz und Nachhaltigkeit






