12.02.2019 • Themen

Alle Prozesse optimal synchronisieren

Dany Brodhag, Geschäftsführer,  GSE Deutschland
Dany Brodhag, Geschäftsführer, GSE Deutschland

Der Schlüssel zur erfolgreichen Realisierung von Chemie-Logistikimmobilien liegt darin, Planungs- und Genehmigungsprozesse optimal zu synchronisieren. Dafür braucht es im Grunde nicht nur Architekten und Bauingenieure, sondern auch einen Ingenieur mit dem Fachgebiet Genehmigungsverfahren. Ist aufgrund der gelagerten Stoffe ein BImSch-Verfahren notwendig? Welche Restriktionen sind mit dem B-Plan verbunden? Im Prüfungs- und Freigabeprozesse folgt nicht nur jedes Bundesland, sondern jeder Landkreis seinen eigenen Gesetzen.
Wesentliche Besonderheiten in der Bauausführung bestehen unter anderem darin, unterhalb der Bodenplatte eine Kunststoffdichtungsfolie anzulegen, um die Lagerung von wassergefährdenden Stoffen zu ermöglichen. Die Anforderungen an die Bodenbeschichtungen sind nach dem WHG (Wasserhaushaltsgesetz) zu prüfen. Innerhalb von Logistikzentren ist die mechanische Belüftung des Gefahrstofflager zwingend zu gewährleisten.
Beim Thema Brandschutz gibt es heute sehr wirkungsvolle Alternativen zur Sprinkleranlage wie Sauerstoffreduktion, die wir im automatisierten Lager einsetzen können. Bei dieser Technologie stellt sich nicht die Frage, ob Stoffe bspw. auf Löschwasser reagieren beziehungsweise dadurch beschädigt werden. Zusätzliche Anforderungen in der Bauausführung sind mit der Reinraum-Technologie verbunden, die im Bereich Pharma häufig anzutreffen ist.
Um alle Sicherheitsaspekte bereits in der Planungsphase berücksichtigen zu können, setzen wir bei GSE auf Business Information Modelling (BIM). Mit dem virtuellen Blick auf die Immobilie und ihre Prozesse können Risiken und Versäumnisse in der Bauphase bereits im Vorfeld vermieden werden.

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