Strategische Prioritäten im Wandel
CHT gestaltet die Transformation durch operative Exzellenz und nachhaltige Innovationen
Interview mit Lorenza Sartorelli, CHT

1953 gegründet, hat sich die CHT Group von einem Spezialisten für textile Hilfsmittel zu einem international tätigen Anbieter von Spezialchemikalien entwickelt. Das Portfolio umfasst nachhaltige und nachhaltig produzierte Chemikalien für Anwendungen in industriellen Prozessen vom Energiesektor über Pflege und Kosmetik bis hin zur Textil- und Lederbranche. CHEManager sprach mit Lorenza Sartorelli, Chief Operating Officer (COO) der in Tübingen ansässigen Unternehmensgruppe. In ihrer Verantwortung liegen die globalen operativen Funktionen von CHT, die sie konsequent entlang der strategischen Schwerpunkte Nachhaltigkeit und operative Exzellenz weiterentwickelt.
CHEManager: Frau Sartorelli, Sie sind seit einem Jahr für die operativen Prozesse bei CHT zuständig und richten Ihre Aufgabe an den Zielen Nachhaltigkeit und operative Exzellenz aus. Wie haben Sie zu Beginn Ihrer Tätigkeit als COO bei CHT die Themen und Aufgaben priorisiert?
Lorenza Sartorelli: Zu Beginn meiner Aufgabe als COO stand für mich vor allem das Zuhören und Verstehen im Mittelpunkt. Die CHT Group verfügt über ein komplexes, globales Operations-Netzwerk – fundierte Entscheidungen lassen sich nur treffen, wenn man die Realität vor Ort kennt. Deshalb habe ich bewusst Zeit in unseren Standorten investiert und den Austausch mit Kolleginnen und Kollegen entlang der gesamten Wertschöpfungskette gesucht. Im Fokus standen dabei weniger isolierte Kennzahlen als die Perspektiven hinter den Zahlen: operative Herausforderungen, Reibungsverluste und konkrete Verbesserungspotenziale aus dem Arbeitsalltag.
Aus dieser Kombination aus Analyse und persönlichem Dialog haben sich klare Prioritäten ergeben. An erster Stelle standen die Stabilität und Verlässlichkeit unserer Kernprozesse – Sicherheit, Lieferfähigkeit und Qualität. Gerade in volatilen Markt- und Lieferkettenumfeldern ist operative Robustheit die Grundlage für jede strategische Weiterentwicklung. Gleichzeitig war es mir wichtig, Nachhaltigkeit nicht als separates Thema zu behandeln, sondern fest in operative Entscheidungsprozesse zu integrieren.
Ein zentraler Hebel dafür war die Transformation unserer Organisation in eine globale Matrixstruktur. Mit der Etablierung globaler Funktionen entlang der Value Chain schaffen wir heute eine konsistente Steuerung auf Gruppenebene und können die Wirkung strategischer Maßnahmen ganzheitlich bewerten.
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