Schwachstellen in Sicherheitsdatenblättern frühzeitig erkennen
Fehlerhafte oder veraltete Angaben fallen oft erst spät auf. Daten, Zusammenhänge und Prozesse zeigen, wo sich eine genauere Prüfung lohnt.
Sicherheitsdatenblätter sind ein zentrales Instrument der Gefahrenkommunikation. Sie bündeln Informationen zu Eigenschaften, Gefahren und zur sicheren Verwendung von Stoffen und Gemischen. Dennoch ist ein formal vollständiges Dokument nicht automatisch fachlich belastbar. Fehler, Widersprüche oder veraltete Angaben zeigen sich häufig erst, wenn Kunden nachfragen, interne Freigaben stocken oder Änderungen umgesetzt werden müssen.
Qualität beginnt bei den Ausgangsdaten
Eine erste Schwachstelle kann bereits entstehen, bevor das Sicherheitsdatenblatt geschrieben wird. Lieferanteninformationen, Rezepturdaten, Prüfergebnisse und Angaben zu vorgesehenen Verwendungen müssen vollständig, aktuell und nachvollziehbar sein. Unklare oder widersprüchliche Ausgangsdaten können sich durch mehrere Abschnitte des Sicherheitsdatenblatts ziehen.
Wie weitreichend einzelne Angaben sein können, zeigt Abschnitt 9 zu den physikalischen und chemischen Eigenschaften. Werte wie Aggregatzustand, Siedepunkt, Flammpunkt, pH-Wert und Viskosität beschreiben nicht nur das Produkt. Sie können auch für Einstufung, Kennzeichnung, Produktmeldungen und die Festlegung geeigneter Schutzmaßnahmen relevant sein. Deshalb sollten die Angaben nicht nur vorhanden, sondern auch plausibel sein und zu den übrigen Informationen passen.
Viele Beteiligte, ein gemeinsames Dokument
An der Erstellung und Pflege eines Sicherheitsdatenblatts sind häufig mehrere Bereiche beteiligt. Einkauf und Produktentwicklung liefern Informationen, Fachabteilungen bewerten Stoffdaten und Verwendungen, Vertrieb und Kundenservice geben Rückmeldungen aus dem Markt weiter. Entscheidend ist, dass diese Informationen an einer Stelle zusammenlaufen und fachlich bewertet werden.
Fehlen klare Zuständigkeiten oder geregelte Übergaben, können wichtige Hinweise verloren gehen. Eine veränderte Rezeptur, eine neue Verwendung oder eine Rückfrage aus der Lieferkette erreicht dann möglicherweise nicht die Personen, die das Sicherheitsdatenblatt prüfen und anpassen müssen.
Die Qualität eines Sicherheitsdatenblatts hängt deshalb nicht nur von einzelnen Datenfeldern ab. Ebenso wichtig ist, wie Informationen im Unternehmen weitergegeben, bewertet und dokumentiert werden.
Weitere typische Schwachstellen bei der Erstellung und Pflege von Sicherheitsdatenblättern haben wir in einem kostenfreien Whitepaper zusammengestellt. Auf unserer Themenseite finden Sie außerdem Informationen dazu, wie UMCO Unternehmen bei der Erstellung, Aktualisierung und Verwaltung von Sicherheitsdatenblättern unterstützt.










