09.09.2026 • Themen

Pharma im Standortverschleiß

Autor: Thorsten Schüller, CHEManager

Remo Gujer, General Manager Deutschland, Bristol Myers Squibb
Remo Gujer, General Manager Deutschland, Bristol Myers Squibb
© Bristol Myers Squibb

Mit dem kürzlich verabschiedeten GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz steht die Pharmaindustrie erneut unter starkem Kostendruck. Die Branche befürchtet erheblichen Schaden für den Standort Deutschland und klagt, dass der Wert von Arzneimittelinnovationen hierzulande nicht ausreichend gewürdigt wird. Remo Gujer, General Manager Deutschland des Pharmakonzerns Bristol Myers Squibb (BMS), plädiert vor diesem Hintergrund dafür, die Wirtschaftskraft der Branche stärker herauszustellen und spricht sich für Investitionserleichterungen wie auch eine Erneuerung des AMNOG-Prozesses aus.

In einer seit Jahren schwächelnden deutschen Gesamtwirtschaft zählt die Pharmabranche zu den wenigen Industrien, die noch wächst, Arbeitsplätze aufbaut, kräftig investiert und mit über 50 Mrd. EUR Jahresumsatz einen erheblichen gesamtwirtschaftlichen Beitrag leistet. Nach Daten des Instituts der deutschen Wirtschaft entfallen rund 3 % der Bruttowertschöpfung des deutschen Verarbeitenden Gewerbes auf die Pharmaindus­trie, die Produktivität je Beschäftigten liegt mit gut 200.000 EUR deutlich über vielen anderen Industriezweigen. Bei alledem bringt die Pharma­industrie immer wieder neue Therapien auf den Markt, mit denen lebensbedrohliche Krankheiten unter Kontrolle gebracht werden können.

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