Molekül trifft Modell: Wie KI Chemie und Pharma verändert
KI als neuer Katalysator für Chemie und Pharma
Marc Feldmann, Alexander Thamm
Ein weißer Roboterarm bewegt sich leise surrend und präzise durch ein steriles Labor, greift nach Proben, führt Messungen durch. Zahlenkolonnen flackern über Monitore. „To apply AI to drug discovery is really exciting“, sagt Karin Briner, bis 2022 Vice President für Global Discovery Chemistry bei Novartis. KI-Modelle priorisieren hier aussichtsreiche pharmazeutische Wirkstoffe und verkürzen so den Entdeckungsprozess von Jahren auf Wochen, teils Tage. Aus Nullen und Einsen werden hier Arzneimittelwirkstoffe, die weltweit helfen sollen.

Und nicht nur im Pharmabereich: Auch von einer „Chemie 4.0“ wird hierzulande gesprochen – mit Milliardeninvestitionen in Digitalisierung. Doch beim Thema künstliche Intelligenz (KI) hält Unsicherheit Entscheider oft noch zurück und hemmt damit die Transformation des Chemiestandorts Deutschland. Dabei sind nicht alle KI-Initiativen Hochrisikoprojekte. Zunehmend kristallisieren sich echte praxiserprobte Breitenanwendungen heraus, entlang der gesamten chemischen Wertschöpfungskette. Vier Fälle zeigen, wo die Reise hingeht.
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