
Chemieindustrie unter Dauerstress
Die chemisch-pharmazeutische Industrie ist schwach ins Jahr 2026 gestartet. Die Produktion sank im ersten Quartal saisonbereinigt um 2,8%. Damit lag sie im Vorjahresvergleich knapp 6% niedriger.

Die chemisch-pharmazeutische Industrie ist schwach ins Jahr 2026 gestartet. Die Produktion sank im ersten Quartal saisonbereinigt um 2,8%. Damit lag sie im Vorjahresvergleich knapp 6% niedriger.

Konjunkturell bleibt Deutschland 2026 trotz hoher Staatsimpulse im Grunde in der Warteschleife. In unserer Frühjahrsprognose liegt das Wachstum bei +0,7%. Unter ungünstigen Umständen kann der Energiepreisschock im Zuge des Iran-Krieges das ohnehin schwache Wachstum erneut Richtung Rezession drücken.

94% der deutschen energieintensiven Unternehmen halten eine Abwanderung weiterer Unternehmen ihrer Branche aus Deutschland für wahrscheinlich, mehr als die Hälfte (56%) sogar für sehr wahrscheinlich.

Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) hat in seinem Quartalsbericht 2/2025 zur Lage der chemisch-pharmazeutischen Industrie in Deutschland erneut keine positive Bilanz gezogen - und erwartet auch keine kurzfristige Besserung.

Die neuen „Pharma-Daten 2024“ des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie (BPI) zeigen: Die wirtschaftliche Lage in Deutschland bleibt angespannt und auch die pharmazeutische Industrie sieht sich mit Rückgängen in Produktion und Außenhandel konfrontiert.

Die Mehrheit der Unternehmen in der chemisch-pharmazeutischen Industrie in Hessen sind mit ihrer Geschäftslage unzufrieden und sehen auch für das laufende Jahr noch keine Verbesserung. Dies ergab eine aktuelle Verbandsumfrage im Februar 2024. Vor allem die energieintensive Chemiesparte musste im vergangenen Jahr einen drastischen Produktionseinbruch verkraften.

Die Pharmaproduktion in Deutschland bewegt sich auf dem im Frühjahr erwarteten Niveau und dürfte im Jahresdurchschnitt 2023 um 1,4% sinken. Für das kommende Jahr prognostiziert der Verband Forschender Arzneimittelhersteller (VFA) ein Plus von 2%.

Entgegen dem Bundestrend sind die Umsätze der Chemie- und Pharma-Branche in Baden-Württemberg im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 4,6% auf 6,8 Mrd. EUR gestiegen. Das teilten die Verbände der Chemie- und Pharma-Industrie in Baden-Württemberg, Chemie.BW mit.

Nach der Durststrecke im vergangenen Jahr hellen sich die Konjunkturaussichten für Deutschland deutlich auf. Die Wirtschaft startet stark ins Jahr 2023.