13.03.2026 • News

Merck erfüllt Prognose für 2025

Merck hat seine Prognose für das Geschäftsjahr 2025 erfüllt und ist trotz erheblichen Gegenwinds organisch gewachsen.

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© Merck

Merck hat seine Prognose für das Geschäftsjahr 2025 erfüllt und ist trotz erheblichen Gegenwinds organisch gewachsen. Dazu trugen maßgeblich Process Solutions im Unternehmensbereich Life Science, die Geschäftseinheit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Stoffwechselstörungen & Endokrinologie (CM&E) in Healthcare sowie das Geschäft Semiconductor Materials in Electronics bei.

„Wir haben 2025 erneut unsere Widerstandsfähigkeit unter Beweis gestellt – trotz erheblicher geopolitischer Herausforderungen und starker Währungsgegenwinde. Unsere konsequente, disziplinierte wirtschaftliche Leistung und unsere klare strategische Ausrichtung der letzten fünf Jahre haben sich ausgezahlt: Wir sind größer, profitabler, effizienter, flexibler und haben weniger Schulden. Ich bin sehr stolz darauf, wo wir heute stehen“, sagte Belén Garijo, Vorsitzende der Geschäftsleitung und CEO von Merck. „Als diversifiziertes globales Unternehmen mit einem robusten Portfolio und zentralen Wachstumstreibern in Process Solutions, Seltene Erkrankungen und Semiconductor Solutions sind wir gut aufgestellt für das kommende Jahrzehnt, in dem ein neues Kapitel für Merck beginnt.“

Geschäftsentwicklung 2025

Im Berichtsjahr erzielte Merck ein organisches Umsatzplus von 3,1% im Vergleich zum Vorjahr. Die berichteten Umsatzerlöse gingen um 0,3% auf 21,1 Mrd. EUR zurück. Grund waren vor allem negative Währungseffekte von –3,7% durch den US-Dollar sowie verschiedene asiatische Währungen. Portfolioeffekte, insbesondere die Akquisition von SpringWorks und der Verkauf der Geschäftseinheit Surface Solutions , hatten insgesamt einen positiven Einfluss von 0,4%. Im 4. Quartal 2025 legten die Umsatzerlöse des Konzerns organisch um 2,6% zu, die berichteten Umsatzerlöse blieben jedoch 3,1% hinter dem Wert des Vorjahresquartals zurück.

Das EBITDA pre des Unternehmens stieg im Gesamtjahr organisch um 5,6% auf 6,1 Mrd. EUR. Währungseffekte lagen bei –5,0%, während sich die Portfolioeffekte gegenseitig aufhoben und insgesamt bei 0,0% lagen. Die EBITDA-pre-Marge verbesserte sich um 0,2 Prozentpunkte auf 28,9%. Im 4. Quartal 2025 ging das berichtete EBITDA pre um 3,2% zurück, wuchs organisch jedoch um 3,1%.

Das Ergebnis je Aktie pre lag im Geschäftsjahr 2025 bei 8,34 EUR (2024: 8,63 EUR). Die Geschäftsleitung und der Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 24. April 2026 eine Dividende in unveränderter Höhe zum Vorjahr von 2,20 EUR je Aktie vorschlagen. Dies wäre das 15. Jahr in Folge mit einer steigenden oder gleichbleibenden Dividende.

Merck hat mit der US-Regierung vereinbart, den Zugang zu seinen In-Vitro-Fertilisationsbehandlungen in den USA zu erweitern. Außerdem ist Merck dabei, für Pergoveris die beschleunigte Prüfung im Rahmen des „Commissioner's National Priority Voucher“-Programms der US-Arzneimittelbehörde FDA zu beantragen. Mit dem US-Handelsministerium hat das Unternehmen eine Vereinbarung getroffen, wonach es von Zöllen auf pharmazeutische Produkte gemäß Section 232 befreit wird. Zudem hat sich Merck verpflichtet, weiter in den USA zu investieren.

Ausblick Geschäftsjahr 2026

Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet Merck einen Konzernumsatz zwischen 20,0 Mrd. EUR und 21,1 Mrd. EUR sowie ein EBITDA pre zwischen 5,5 Mrd. EUR und 6,0 Mrd. EUR. Dies entspricht einer organischen Umsatzentwicklung von –1% bis +2% und einer organischen Entwicklung des EBITDA pre von –4% bis +1%. Es wird erwartet, dass Währungseffekte die Umsatzerlöse mit −4% bis −2% und das EBITDA pre mit −7% bis −3% beeinflussen. Insgesamt entspricht das einem erwarteten Ergebnis je Aktie pre (EPS pre) von 7,10 bis 8,00 EUR. Dieser Prognose unterliegt die Annahme, dass in den USA ab März 2026 aufgrund des Generikawettbewerbs keine Umsätze mit Mavenclad mehr erzielt werden. Darüber hinaus berücksichtigt sie keine positiven Effekte aus einer möglichen US‑Marktzulassung von Pergoveris.

Merck bringt Wissenschaft und Technologie voran

Merck hat seine wissenschaftlichen und technologischen Ambitionen deutlich vorangetrieben. Im Unternehmensbereich Life Science hat das Unternehmen mit der Akquisition von HUB Organoids seine Position bei zukunftsweisenden Technologien auf dem Gebiet der Biologie weiter gefestigt. Organoide sind eine wichtige Ressource für Forschende. Dabei handelt es sich um zellbasierte dreidimensionale Miniaturmodelle menschlicher Organe. Durch sie lassen sich frühzeitigere und aussagekräftigere Erkenntnisse gewinnen. Das wiederum ermöglicht fundiertere Entscheidungen während der gesamten Arzneimittelentwicklung. Parallel hierzu hat die Partnerschaft mit Imec das Entwickeln von Mikrofluidiksystemen zum Ziel, die die Funktionen menschlicher Organe anhand lebender Zellen simulieren. Die Expertise von Merck auf dem Gebiet von Zellen und Organen in Kombination mit der fortschrittlichen Sensortechnologie von Imec liefert Wissenschaftlern wertvolle Erkenntnisse über die Reaktionen von Zellen auf Medikamente. Merck hat außerdem 500 Mio. EUR in die Megasite von Semiconductor Solutions in Kaohsiung, Taiwan, investiert. Der Standort ist auf Halbleitermaterialien und insbesondere die Dünnschichttechnologie spezialisiert. Mit dieser Technologie können Materialien auf atomarer Ebene abgeschieden und entfernt werden. Das ermöglicht mehr Schichten, eine höhere Komplexität und somit neue Chip-Architekturen, die für moderne Halbleiter unerlässlich sind.

Auch in Sachen Nachhaltigkeit hat Merck Fortschritte gemacht. Das Unternehmen hat sich verpflichtet, seine absoluten direkten (Scope 1) und indirekten (Scope 2) Treibhausgasemissionen bis 2030 um 50% zu senken. Dieses selbst gesteckte Klimaziel hat Merck bereits übertroffen: Ende 2025 – und damit bereits fünf Jahre früher – hat das Unternehmen seine Emissionen gegenüber dem Bezugsjahr 2020 bereits um 60% reduziert. Dies ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum Ziel, bis 2040 klimaneutral zu sein.

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