20.04.2026 • News

Asahi Kasei schließt Übernahme von Aicuris ab

Asahi Kasei hat die Übernahme des deutschen Biopharmazieunternehmens Aicuris Anti-infective Cures abgeschlossen. Die Übernahme ist ein weiterer wichtiger Baustein für Asahi Kaseis globale Plattform für Spezialpharmazeutika zur Behandlung schwerer Infektionskrankheiten.

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© Asahi Kasei

„Der Abschluss der Übernahme von Aicuris spiegelt die konsequente Umsetzung unserer Pharmastrategie wider und stärkt unsere Position im Bereich Infektionskrankheiten – einem Kernbereich, in dem wir eine anhaltende Nachfrage, einen hohen ungedeckten Bedarf und langfristiges Wachstum sehen“, erklärte Ken Shinomiya, Leiter des Bereichs Health Care bei Asahi Kasei. „Aicuris bringt ein differenziertes Portfolio und wissenschaftliche Kompetenzen mit, die die Qualität unserer Pipeline verbessern und gleichzeitig kurzfristige kommerzielle Chancen bieten. Durch die Integration von Aicuris in unsere globale Entwicklungs- und Vermarktungsplattform bauen wir unser Geschäft im Bereich Spezialpharmazeutika weiter aus.“

Aicuris ergänzt Asahi Kaseis Portfolio mit drei antiviralen Wirkstoffen, die sich sowohl in der Vermarktungsphase als auch in der klinischen Entwicklung befinden. Dazu gehören Lizenzgebühren von Prevymis; Pritelivir, für das die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA (Food and Drug Administration) eine vorrangige Prüfung des Zulassungsantrags gewährt hat, mit einem PDUFA-Zieltermin (Prescription Drug User Fee Act) im vierten Quartal 2026; sowie AIC468 als längerfristiger Wachstumsmotor. Diese Wirkstoffe adressieren eine wachsende Nachfrage in den Bereichen Transplantationsmedizin und Infektionskrankheiten. Prevymis generiert steigende Lizenzerlöse, die auch Zahlungen bei Erreichen wichtiger Meilensteine umfassen. Nach aktuellen Prognosen werden die jährlichen Lizenzerlöse während der Vertragslaufzeit je nach Umsatzhöhe voraussichtlich zwischen 100 und 200 Mio. USD liegen. Es wird erwartet, dass Pritelivir in den USA etwa 15.000 immungeschwächte Patienten erreichen wird. Im Bereich der Zweitlinientherapie hat der Wirkstoff das Potential, mit bis zu 70% einen erheblichen Marktanteil zu erzielen. Der Spitzenumsatz mit Pritelivir wird voraussichtlich Mitte bis Ende der 2030er Jahre 400 Mio. USD übersteigen.

AIC468, für das eine klinische Phase-I-Studie abgeschlossen wurde, wird zur Behandlung von BK-Virus-Infektionen bei Empfängern von Nieren- und hämatopoetischen Stammzelltransplantaten entwickelt. Dieser Bereich ist von zunehmender klinischer Bedeutung und hat ein geschätztes Marktpotenzial von über 1 Mrd. USD. Zusammen bieten diese Vermögenswerte eine ausgewogene Mischung aus Lizenzerträgen, kurzfristigen kommerziellen Chancen und pipelinegetriebenem Wachstum, wobei der Umsatz von Aicuris ohne AIC468 bis 2030 voraussichtlich 500 Mio. USD erreichen wird.

Die Übernahme von Aicuris untermauert die strategische Ausrichtung von Asahi Kasei auf den Pharmabereich als vorrangigen Wachstumsbereich im Rahmen seines mittelfristigen Managementplans. Asahi Kasei plant, das Portfolio von Aicuris über seine US-Tochtergesellschaft Veloxis Pharmaceuticals – einem etablierten Marktführer im Bereich der Transplantationsmedizin – weiterzuentwickeln. Die Expertise von Veloxis in der Transplantationsimmunologie soll in Verbindung mit den Forschungs- und Entwicklungskapazitäten sowie der etablierten kommerziellen Infrastruktur die Weiterentwicklung der Pipeline und die künftige Vermarktung unterstützen. „Wir sehen im Rahmen von Asahi Kaseis Pharmastrategie eine starke Übereinstimmung zwischen Veloxis und Aicuris“, sagte Stacy Wheeler, Geschäftsführerin von Veloxis. „Die Erfahrung von Aicuris im Bereich Infektionskrankheiten bildet zusammen mit den etablierten Forschungs- und Vermarktungskompetenzen von Veloxis im Bereich Transplantation eine solide Grundlage, um immungeschwächten Patienten zu helfen.“ Asahi Kasei geht davon aus, dass sich die Übernahme ab dem Geschäftsjahr 2028 positiv auf das Betriebsergebnis auswirken wird.

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