04.02.2011 • News

Sandoz erwartet 2011 geringeres Wachstum

Sandoz-Chef Jeff George wird sich weiter nach Übernahmen umsehen
Sandoz-Chef Jeff George wird sich weiter nach Übernahmen umsehen

Sandoz erwartet im laufenden Jahr wegen des anhaltenden Preisdrucks ein geringeres Umsatzwachstum als im Vorjahr. "2011 erwarten wir für Sandoz ein Umsatzwachstum etwa im mittleren einstelligen Prozentbereich", sagte Sandoz-Chef Jeff George am Donnerstag der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Das Unternehmen ist die weltweite Nummer zwei auf dem Markt für Nachahmermedikamente (Generika). "Ungeachtet der prozentual zweistelligen Preissenkungen in Europa ist 2010 der weltweite Umsatz von Sandoz um 14 % auf 8,518 Mrd. US-$ gestiegen, während der Markt weltweit um 6 bis 7 % zugelegt hat." In Westeuropa sei die Novartis-Tochter um 10 % gewachsen, während der Umsatz in Deutschland um 6 % gefallen sei. Bei der Konsolidierung auf dem Markt für Nachahmermittel will Sandoz weiter eine Rolle spielen. "Wir werden uns weiter nach Übernahmen umsehen", sagte George. 2005 hatte Novartis den deutschen Generikahersteller Hexal für mehr als 5 Mrd. € übernommen. 2010 trug Sandoz rund 15 % zum Gesamtumsatz des Schweizer Pharmakonzerns Novartis bei.
Wachstumschancen verspricht sich der Sandoz-Chef von Biosimilars, also Kopien von biologisch hergestellten Medikamenten sowie injizierbaren Generika und Nachahmermitteln zur Behandlung von Atemwegserkrankungen wie Asthma. Zudem setzt er auf die Schwellenländer. "Sandoz ist bei Biosimilars die Nummer eins und hat mit den Produkten 2010 ein Umsatzplus von 63 % auf 185 Mio. US-$ erzielt", sagte George. Dies sei zwar gering, biete aber großes Potenzial wegen der anstehenden Patentabläufe.

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