11.05.2026 • News

PCC nimmt Abschreibung auf Silizium-Anlage in Island vor

PCC nimmt eine außerplanmäßige Teilabschreibung auf Sachanlagen der isländischen Konzerngesellschaft PCC BakkiSilicon vor.

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© PCC

Die Höhe der Wertminderung der Siliziummetall-Produktion in Island beträgt 109,8 Mio. EUR. Die Abschreibung ist nicht zahlungswirksam und die Liquiditätslage der Gesellschaft bleibt daher unverändert. Die Wertminderung ist darauf zurückzuführen, dass für die vorübergehend stillgelegte Produktionsanlage ein konkreter Wiederaufnahmezeitpunkt derzeit nicht feststeht und im Wesentlichen von den zu erzielenden Marktpreisen für das Produkt abhängt.

Der Anlagenbetrieb war im Juli 2025 nach langanhaltendem Preisverfall bei Siliziummetall und aufgrund von Marktverzerrungen durch Billigimporte, insbesondere aus China, vorübergehend stillgelegt worden. Marktdaten und Vorhersagen sehen eine Markterholung voraussichtlich gegen Ende 2026/Anfang 2027 voraus. Unter bestimmten wirtschaftlichen und regulatorischen Bedingungen kann sich die PCC ein Wiederanfahren vorstellen.

Die Wertminderung der Siliziummetall-Anlage ist in dem geprüften PCC-Konzernabschluss zum 31. Dezember 2025 enthalten, der am 6. Mai 2026 vom Wirtschaftsprüfer mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen und heute vom Aufsichtsrat der PCC gebilligt wurde. Im Vergleich zu den im Quartalsbericht 4/2025 vorläufig berichteten Finanzkennzahlen für das Geschäftsjahr 2025 ist aufgrund der außerplanmäßigen Abschreibung auf die Siliziummetall-Anlage nunmehr ein deutlich höherer Verlust bei EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern), EBT (Ergebnis vor Steuern) und Konzernergebnis sowie ein geringeres Konzerneigenkapital ausgewiesen. Gemäß dem gebilligten Konzernabschluss zum 31. Dezember 2025 beträgt das EBIT -118 Mio. EUR (vorläufig waren -5 Mio. EUR berichtet), das EBT liegt bei -187 Mio. EUR (vorläufig: -74 Mio. EUR) und das Konzernergebnis bei -199 Mio. EUR. Das Konzerneigenkapital beträgt jetzt 129 Mio. EUR und die Eigenkapitalquote liegt bei 8,9%. Die Liquiditätslage des Konzerns und die wirtschaftliche Situation insgesamt werden durch diese zahlungsunwirksame Wertberichtigung nicht beeinflusst.

Insgesamt verzeichnet die PCC-Gruppe nach einem eher verhaltenen Start ins neue Geschäftsjahr 2026 seit Anfang März einen deutlichen Aufwärtstrend in ihren Kernaktivitäten. Diese positive Geschäftsentwicklung basiert auf höheren Anlagenauslastungen und einer seit Ausbruch des Iran-Krieges anhaltend hohen Auftragslage in den Chemiesegmenten der PCC-Gruppe. Als europäischer Chemieproduzent gewährleistet die PCC zudem eine hohe Lieferstabilität für ihre Kunden in Europa und den USA. Preissteigerungen bei Rohstoffen können bislang weitestgehend an die Verkaufspreise weitergegeben werden. Versorgungsengpässe bei eigenen Rohstoffen bestehen derzeit nicht.

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