29.01.2010 • News

Ostsee-Gasleitung im Plan

Der russische Energiekonzern Gazprom hat bei der geplanten Ostsee-Gasleitung inzwischen fast für die Hälfte der Gesamtkapazität Abnehmer gefunden. Gazprom hat „bereits Kaufverträge über mehr als 21Mrd.m3 mit Abnehmern in Dänemark, Deutschland, Frankreich und Großbritannien abgeschlossen", sagte der Geschäftsführer der Betreibergesellschaft Nord Stream, Matthias Warnig. Zu den Abnehmern gehört außer Eon Ruhrgas auch die gemeinsame Tochter von Wintershall und Gazprom, Wingas. Diese plane „über einen Zeitraum von 25 Jahren zusätzlich zu bestehenden Liefermengen jährlich bis zu 9Mrd.m3 Erdgas über die neue Pipeline zu beziehen", sagte ein Unternehmenssprecher. Neben dem Mehrheitsaktionär Gazprom (5%) halten BASF/Wintershall und Eon Ruhrgas je 20% der Anteile der Nord Stream. Die niederländische Gasunie ist mit neun Prozent beteiligt. Mit der Verlegung der Pipeline will das Firmenkonsortium Nord Stream im kommenden April beginnen. Ende 2011 soll das erste Gas vom russischen Wyborg bis nach Lubmin bei Greifswald fließen. Mit der Inbetriebnahme eines zweiten Leitungsstranges ein Jahr später soll die Trasse eine Gesamtkapazität von 55Mrd.m3 Gas pro Jahr erreichen. Trotz der Wirtschaftskrise rechnet Warning nicht damit, dass es bei der Finanzierung des 7,4Mrd.€ teuren Projekts Probleme geben wird.

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