15.11.2011 • News

Namur: Überarbeitete Empfehlungen

Namur: Überarbeitete Empfehlungen. Die Namur hat seit Jahresbeginn vier neue beziehungsweise überarbeitete Empfehlungen und Arbeitsblätter heraus gegeben: Neu sind die Namur-Empfehlung NE 124 „Anforderungen an Wireless Automation“ und die NE 126 „Bestandsschutz für PLT-Schutzeinrichtungen“. Überarbeitet, d.h. an den neuesten Stand der Normen angeglichen wurden die NA 62 (Namur-Arbeitsblatt) „PLT-Konzept“ und die NE 89 „Temperaturmessumformer mit digitaler Signalverarbeitung“.

Ziel der Namur-Empfehlung „Anforderungen an Wireless Automation“ ist es, Anforderungen an drahtlosen (wireless) Standards, eingesetzte Technologien und Lösungen verschiedener Hersteller so zu stellen, dass diese die geforderten Funktionen und Investitionssicherheit für einen nachhaltigen Einsatz in der Prozessindustrie gewährleisten.

Dafür werden Mindestanforderungen an Technologien und Gerätetechnik beschrieben. Außerdem sollen Hinweise und Empfehlungen für den Einsatz in der betrieblichen Praxis gegeben werden. Im Mittelpunkt stehen die Forderungen nach Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit auch für deterministische Anwendungen. Weiter werden zusätzliche Anforderungen und Randbedingungen für den Einsatz von funkbasierten Kommunikationstechnologien, wie z. B. an Koexistenz, Interoperabilität und Interchangeability unter Berücksichtigung der Lebenszyklen der eingesetzten Geräte und Technologien dargestellt.

Diese Empfehlung bewegt sich in einem Spannungsfeld: Einerseits sollen künftige technische Entwicklungen durch zu restriktive Vorgaben nicht behindert werden. Anderseits sollen die in dieser Empfehlung aufgeführten Anforderungen den Betrieb von drahtlos vernetzten Automatisierungssystemen, bestehend aus digitalen Feldgeräten, Bussystemen, SPS’en und Prozessleitsystemen bis hin zu Asset Management Systemen, über den gesamten Lebenszyklus der Produktionsanlage mit minimalem Aufwand ermöglichen.

Die neue Namur-Empfehlung NE 126 „Bestandsschutz für PLT-Schutzeinrichtungen“ gilt für PLT-Schutzeinrichtungen in Anlagen der Prozessindustrie, z. B. der chemischen und petrochemischen Industrie, insbesondere wenn sie der Störfallverordnung unterliegen. Sie basiert auf den harmonisierten Normen DIN EN 61508 (VDE 0803), DIN EN 61511 (VDE 0810) und der VDI/VDE-Richtlinie 2180, insbesondere Blatt 5 (Ausgabe 2008). Die Benutzung dieser Empfehlung setzt voraus, dass bei Planung, Errichtung und Betrieb alle einschlägigen Gesetze und Verordnungen eingehalten werden. Die NE 126 behandelt dieses Thema grundsätzlich und soll darüber hinaus auch eine Hilfestellung für entsprechende Einzelfalldiskussionen in der täglichen Praxis geben.

www.namur.de

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