16.07.2026 • News

Merck investiert in Prüfzentrum für Arzneimittelfreigabe

Neues BioReliance-Prüfzentrum in Darmstadt: Merck stärkt mit 25 Mio. Euro die Freigabeprüfung für den europäischen Markt.

Merck hat an seiner Konzernzentrale in Darmstadt ein neues BioReliance-Prüfzentrum für 25 Mio. EUR eröffnet. Mit der Investition stärkt Merck nicht nur seinen Hauptsitz, sondern macht Darmstadt zu einem Schlüsselstandort in seinem weltweiten Netzwerk von Prüfzentren für die Arzneimittelentwicklung und -freigabe.

„Angesichts der steigenden Nachfrage nach Biologika und neuartigen Therapien benötigen unsere Kunden Zugang zu zuverlässigen und regulatorisch konformen Prüfkapazitäten, die möglichst nah an den Standorten liegen, an denen ihre Produkte entwickelt und zur Marktreife gebracht werden“, sagte Paolo Carli, Leiter Advanced Solutions im Unternehmensbereich Life Science von Merck. „Unser neues Prüfzentrum verbindet erstklassige Dienstleistungen für die analytische Charakterisierung mit mehr als 75 Jahren BioReliance-Expertise und unterstützt unsere europäischen Kunden dabei, dringend benötigte Therapien schneller und mit größerer Sicherheit für Patienten verfügbar zu machen.“

Das 2.000 m2 große Prüfzentrum unterstützt Kunden dabei, die in Europa geltenden Anforderungen an die Freigabeprüfung von Wirkstoffen und Arzneimitteln zu erfüllen, und erweitert das Dienstleistungsangebot für die gesamte Wertschöpfungskette von der Arzneimittelentwicklung bis zur Markteinführung. Das Leistungsspektrum am neuen Standort in Darmstadt umfasst auch GMP-konforme Stabilitätsstudien für monoklonale Antikörper und Zelltherapien. Um die steigende Kundennachfrage nach Prüfungen biologischer Arzneimittel in ganz Europa zu bedienen, rechnet das Unternehmen in den kommenden Jahren mit einem deutlichen Personalzuwachs im neuen Prüfzentrum.

Durch die Nähe zu wichtigen klinischen Studienzentren in Deutschland, Frankreich, Spanien, den Niederlanden, Belgien und Italien ist der Standort Darmstadt strategisch vorteilhaft gelegen, um Biopharmaunternehmen bei der Markteinführung in Europa zu unterstützen. So stärkt Merck sein Angebot für Kunden, die immer komplexeren Anforderungen in Entwicklung, Qualität und Regulatorik gegenüberstehen.

Die BioReliance-Standorte von Merck bilden ein globales Netzwerk von Prüfzentren mit einheitlichen Qualitätsstandards, das es Kunden ermöglicht, ihre Aktivitäten über geografische Grenzen hinweg auszuweiten und weltweit mit dem Unternehmen zusammenzuarbeiten. Das BioReliance-Portfolio baut auf mehr als 75 Jahren Erfahrung auf und umfasst eines der branchenweit breitesten Angebote für Biosicherheitsprüfungen und analytische Entwicklung – sowohl für herkömmliche als auch neuartige therapeutische Modalitäten. Eine der führenden Technologien von Merck ist die Blazar-Plattform, die die Biosicherheitsprüfung von herkömmlichen Ansätzen zu einer schnellen molekularen Nachweismethode umstellt und die Prüfdauer für den Virusnachweis deutlich verkürzt. Mit dem Aptegra-Test zum Nachweis der genetischen Stabilität von Eierstockzellen des Chinesischen Hamsters (CHO-Zellen) wird ein bislang komplexer und zeitaufwändiger Prozess in einem einzigen Analyseverfahren zusammengeführt. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Bedeutung neuer therapeutischer Modalitäten investiert Merck gezielt in Plattformen, Infrastruktur und Kompetenzen, um Kunden bei der Entwicklung und Bereitstellung von Therapien zu unterstützen.

Die Eröffnung des Prüfzentrums in Darmstadt ist Teil einer Reihe größerer Investitionen, die Merck zum Ausbau seiner weltweiten Kapazitäten für Freigabeprüfungen getätigt hat. Im Jahr 2024 eröffnete das Unternehmen einen Prüfbetrieb für Biosicherheit in Rockville, Maryland, USA – eine Investition von 290 Mio. EUR – und erweiterte für 22 Mio. EUR an den beiden schottischen Standorten Glasgow und Stirling seine Kapazitäten für Biosicherheitsprüfungen um 40%. Mit dem neuen BioReliance-Betrieb unterstreicht Merck sein Bekenntnis zum Standort Darmstadt: Seit 2015 hat der Konzern in seinen Hauptsitz rund 2,5 Mrd. EUR investiert.

Merck investiert in Prüfzentrum für Arzneimittelfreigabe
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