IG BCE: Flexi-Rente leider kein großer Wurf

Als „nicht ausreichend“ bewertet die IG BCE den vom Bundeskabinett verabschiedeten Gesetzentwurf zur sogenannten Flexi-Rente. „Es ist überaus bedauerlich, dass am hartnäckigen und unsinnigen Widerstand von Arbeitgebern und Union sachgerechte Lösungen für einen modernen, flexiblen Übergang in den Ruhestand scheitern“, erklärte der Vorsitzende der Gewerkschaft, Michael Vassiliadis, am Mittwoch in Hannover. Der Gesetzentwurf enthalte zwar einige geringfügige Verbesserungen gegenüber dem geltenden Recht. Er sei aber „leider kein großer politischer Entwurf“, so Vassiliadis.

„An entscheidenden Punkten geht die Koalition nicht über kosmetische Korrekturen der bisherigen Teilrente hinaus. Wir hätten uns bessere Vorschläge zur Lösung der wirklichen Probleme der Beschäftigten erwartet“, so Vassiliadis.

Ein zentraler Kritikpunkt der IG BCE: Die Teilrente soll wie bisher erst ab einem Alter von 63 Jahren gelten. Das ist für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die gesundheitlich eingeschränkt sind oder einer besonders belastenden Tätigkeit nachgehen, schlicht zu spät. „Wer sein Leben lang Schichtarbeit leistet, der hält das bis 63 gar nicht aus. Wir brauchen die Teilrente vor dem 63. Lebensjahr“, erklärte Vassiliadis.

Der Vorsitzende der IG BCE appellierte insbesondere an die Regierungsfraktionen im Bundestag, „im weiteren parlamentarischen Verfahren nicht der stumpfen Blockadehaltung der Arbeitgeber zu folgen, sondern ein Zeichen zu setzen, dass die Politik die Lebens- und Arbeitswirklichkeit kennt und sich an den Sorgen und Wünschen der Beschäftigten in ihrem Handeln orientiert“.

Vassiliadis: „Die Arbeitgeber begründen das Nein zu einer effektiven Kombination von Teilzeitarbeit und Teilrente damit, dass es keine neuen Wege zur Frühverrentung geben dürfe. Wahr ist: Das hat niemand verlangt und niemand vor. Wir wollen vielmehr besonders belasteten Beschäftigten überhaupt erst ermöglichen, gesund und damit auch länger im Betrieb zu bleiben. Dafür gibt es bislang kein anderes politisches Konzept als eine echte Kombination auf Teilzeitarbeit und Teilrente.“

Free Virtual Event

Digitalisierung in der Chemieindustrie
Webinar

Digitalisierung in der Chemieindustrie

Save the Date: October 22, 2025
Die Veranstaltung wird über die Netzwerke CHEManager und CITplus einem Publikum von insgesamt mehr als 100.000 Fachleuten in ganz Europa präsentiert.

Webinar

Die Ära Chemie 4.0 gekonnt meistern
ERP für die Chemie

Die Ära Chemie 4.0 gekonnt meistern

Während die Nachfrage an Chemieprodukten in Westeuropa nur langsam wächst, steigt der Bedarf in Schwellenländern überdurchschnittlich.

Meist gelesen

Photo
19.05.2025 • NewsChemie

OQ Chemicals firmiert künftig wieder als Oxea

Der bis Mai 2020 unter dem Namen Oxea bekannte Hersteller von Oxo-Zwischenprodukten und Oxo-Derivaten, der zwischenzeitlich zum Omanischen Energieunternehmen OQ gehörte und unter dem Namen OQ Chemicals firmierte, kehrt zu seinem alten Namen und seinen Wurzeln zurück.