29.01.2010 • News

Evonik plant Konzentration auf Chemie

Evonik will sich auf sein Kerngeschäft Spezialchemie konzentrieren. Die Geschäftsbereiche Immobilien und Energie sollen abgespalten und für externe Investoren geöffnet werden. Der Aufsichtsrat habe entsprechende „strategische Eckpunkte" genehmigt, teilte das Unternehmen mit. Die neue Strategie soll „in den kommenden Jahren" umgesetzt werden. Ziel sei eine „werthaltige und wachstumsorientierte Weiterentwicklung", sagte eine Sprecherin. Evonik, das zu knapp 75% der RAG-Stiftung und zu gut einem Viertel dem Finanzinvestor CVC gehört, hatte 2008 einen Umsatz von knapp 16 Mrd. € erzielt, drei Viertel davon im Chemiesektor. In den ersten drei Quartalen 2009 trug die Chemie mit knapp 7,2 Mrd. € unverändert noch drei Viertel zum Konzernumsatz bei, obwohl der Umsatz in diesem Bereich aufgrund der Nachfrageschwäche nach Chemieprodukten und Kunststoffen um 20% niedriger als im Vorjahreszeitraum lag. Das EBITDA blieb im Dreivierteljahr mit rund 1,1 Mrd. € um 17% unter dem Vorjahreswert, allerdings konnte die Chemiesparte ihre EBITDA-Marge trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf knapp 16% steigern.
Einer der Kritikpunkte an der Strategie von Evonik war bisher, dass es zwischen den einzelnen Einheiten des Mischkonzerns kaum Synergieeffekte gibt. Das Geschäftsfeld Chemie, das im Teilkonzern Evonik Degussa geführt wird, ist in attraktiven Gebieten der Spezialchemie tätig und zählt dort weltweit zur Spitze. Bei mehr als 80 % des Umsatzes verfügt Evonik über führende Marktpositionen; dieser Anteil soll gezielt ausgebaut werden, was Investitionen erfordert, die in den Bereichen Immobilien und Energie fehlen würden. Dr. Klaus Engel, promovierter Chemiker und seit Anfang 2009 Vorstandsvorsitzender, gilt als Anhänger eines Umbaus zum Chemiespezialisten.

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