25.06.2026 • News

Das sind die Top 20 Industriedienstleister in Deutschland

Der Verband für Anlagentechnik und IndustrieService e.V. (VAIS) und die Dr. Jörg-Peter Naumann Gesellschaft für Unternehmensberatung mbH (JPN) veröffentlichen 2026 zum dritten Mal das Ranking der TOP 20 Industriedienstleister in Deutschland.

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© Bilfinger

Das Ranking ist eine Vorabveröffentlichung des Branchenreport Industrieservice, der im 3. Quartal 2026 erscheinen wird.

Die anhaltende Rezession und Schwäche der deutschen Gesamtindustrie belastet weiterhin die Nachfrage in wichtigen Kundensektoren des Industrieservice.

Im Berichtszeitraum 2025 ging die Industrieproduktion in Deutschland um 1,1% zurück. Demgegenüber blieb der Gesamtumsatz der 20 führenden Industriedienstleister mit einem Rückgang von 0,3% vergleichsweise stabil. Gleichzeitig verzeichneten sie pro Unternehmen im Durchschnitt ein Umsatzwachstum von 1,6%. Die Mitarbeiterzahl der Top 20 stieg gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,2%.

Der Industrieservice zeigt sich damit unter schwierigen Rahmenbedingungen als insgesamt stabiler Teil der industriellen Wertschöpfungskette.

Die Rangliste der führenden Unternehmen

13 der 20 führenden Industrieserviceunternehmen sind überwiegend in den Prozessindustrien wie in der Chemischen oder Pharmazeutischen Industrie tätig. Sieben Unternehmen legen ihren Schwerpunkt auf Fertigungsindustrien wie Automotive, Maschinenbau oder Elektroindustrie.

Der Umsatz der drei größten Anbieter ist 2025 im Durchschnitt um 0,5% gesunken. Die übrigen Unternehmen erzielten dagegen ein durchschnittliches Wachstum von 2,0%. Während die Mitarbeiterzahl der Top 3 um durchschnittlich 2,3% zunahm, verzeichneten die übrigen Unternehmen ein durchschnittliches Beschäftigungswachstum von 0,3%.

Die beiden führenden Industriedienstleister WISAG Industrie Service und Bilfinger behaupteten auch 2025 ihre Spitzenpositionen im deutschen Markt.

Die WISAG Industrie Service erwirtschaftete 2025 mit einem Schwerpunkt auf Kunden aus der Fertigungsindustrie einen Inlandsumsatz von 1.126 Mio. EUR. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Wachstum von rund 1,4%. Mit 14.151 Beschäftigten bleibt WISAG der größte Arbeitgeber unter den führenden deutschen Industriedienstleistern.

Bilfinger erzielte mit einer starken Ausrichtung auf die Prozessindustrien einen Inlandsumsatz von 977 Mio. EUR. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Rückgang von 7,7%. Gleichzeitig steigerte das Unternehmen seinen weltweiten Umsatz auf 5,4 Mrd. und verfügt weiterhin über den größten internationalen Footprint im deutschen Industrieservice.

Den dritten Platz belegt Remondis Maintenance & Services mit einem Inlandsumsatz von 896 Mio. EUR. Dies entspricht einem Wachstum von 4,8% gegenüber dem Vorjahr. Remondis Maintenance & Services ist überwiegend für Kunden aus den Prozessindustrien tätig.

Leadec Holding auf Platz 4 und die Weber Unternehmensgruppe auf Platz 5 lagen mit Inlandsumsätzen von 454 beziehungsweise 394 Mio. EUR erneut in der Spitzengruppe des deutschen Industrieservice.

Dynamisch entwickelten sich einzelne Unternehmen im Mittelfeld des Rankings. Dussmann Technical Solutions steigerte den Inlandsumsatz um rund 23% auf 239 Mio. EUR und rückt auf Platz 9 vor. Das Unternehmen erzielte damit den stärksten Zuwachs innerhalb der Top 20.

Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Gesamtumsatz der überwiegend auf die Fertigungsindustrie spezialisierten Unternehmen um 3,2%. Die Anbieter mit Schwerpunkt Prozessindustrie verzeichneten dagegen einen Umsatzrückgang von 2,3%.

Die Beschäftigung im Industrieservice entwickelte sich 2025 insgesamt stabil. Die Mitarbeiterzahl der 20 führenden Anbieter erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 0,2%. Damit konnte die Branche ihre Beschäftigungsbasis trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds weitgehend sichern.

Dietmar Kestner, Geschäftsführer des VAIS, sieht in der stabilen, aber stagnierenden Entwicklung ein klares Signal: „Die Schwäche wichtiger Kundenindustrien geht am Industrieservice nicht vorbei. Unsere Unternehmen leisten mit Engineering-Kompetenz, Modernisierung und Effizienzsteigerung einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung industrieller Wertschöpfung und zur Transformation der Standorte. Dauerhaft kann der Industrieservice die strukturellen Belastungen der Industrie jedoch nicht kompensieren. Umso wichtiger sind verlässliche Rahmenbedingungen und Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts Deutschland.“

Jörg-Peter Naumann ergänzt: „Für die Industrieserviceanbieter ist bei dem volatilen Marktumfeld wichtig, einerseits die Erträge aus dem jeweiligen Kerngeschäft abzusichern und andererseits Wachstumsmöglichkeiten zu prüfen, z.B. im Geschäft mit Rechenzentren oder den von Sondervermögen begünstigten Marktsegmenten.“

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VAIS Verband für Anlagentechnik und IndustrieService e.V.

Sternstraße 36
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