15.05.2026 • News

Brenntag behauptet sich aufgrund geschäftlicher Flexibilität

Brenntag hat die Finanzergebnisse für das erste Quartal 2026 veröffentlicht. Während die Marktnachfrage im Januar und Februar zunächst weiterhin verhalten war, führten der Konflikt im Nahen Osten und die Sperrung der Straße von Hormus zu steigendem Druck auf globale Lieferketten und höheren Preisniveaus auf den Chemikalienmärkten.

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© Brenntag

Brenntag stellte die strukturelle Stärke des integrierten Geschäftsmodells unter Beweis und nutzte die globale Aufstellung des Unternehmens, stabile Lieferantenbeziehungen und die kommerzielle Reichweite, um Herausforderungen zu bewältigen und Versorgungssicherheit zu gewährleisten. In einem Markt, in dem Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit zunehmend mehr Gewicht haben als der Preis allein, nutzte Brenntag die Volatilität als geschäftliche Chance. Gleichzeitig setzte das Unternehmen die konsequente Umsetzung der wichtigsten strategischen Prioritäten fort.

Jens Birgersson, Vorstandsvorsitzender der Brenntag: „Das erste Quartal 2026 war ein klarer Beweis für die Resilienz unseres Geschäftsmodells. Obwohl das Jahr mit einem erwarteten langsamen Start begann, bin ich mit unserer Leistung zufrieden, insbesondere im Vergleich zum starken ersten Quartal 2025.

Unsere neue, flachere Struktur hat den Härtetest bestanden. Wir haben uns auf die Lieferketten-Störungen durch die Krise im Nahen Osten erfolgreich eingestellt und die Belieferung unserer Kunden gesichert. Durch diese Agilität haben wir Marktschwankungen direkt in Chancen verwandelt. Gleichzeitig treiben wir unsere Kernprioritäten – Umsatz, Vereinfachung und Kostensenkung – konsequent voran.

Unsere Prognose stützt sich auf die robuste operative Leistung und die Preisdisziplin, die wir seit Jahresbeginn unter Beweis gestellt haben, und spiegelt eine vorsichtige Einschätzung der makroökonomischen Entwicklung und der erwarteten Nachfrage für den Rest des Jahres wider. Wir setzen deshalb weiterhin auf operative Disziplin und geschäftliche Konsequenz. So sichern wir unsere Rentabilität, während wir die Lage genau beobachten.“

Finanzergebnis

Im ersten Quartal 2026 erzielte Brenntag einen Umsatz von 3,7 Mrd. EUR, was einem Rückgang von 5,1 % gegenüber dem starken ersten Quartal 2025 entspricht. Trotz des verhaltenen Nachfrageumfelds, das die ersten Monate des Quartals prägte, erzielte das Unternehmen einen operativen Rohertrag von 950 Mio. EUR (-1,3 %). Die Bruttomarge stieg auf 25,9 % und lag damit um 0,9 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert, was die geschäftliche Flexibilität von Brenntag und die Fähigkeit des Unternehmens unterstreicht, Preisvorteile unter gestörten Lieferbedingungen zu nutzen.

Das operative EBITDA belief sich auf 306 Mio. EUR (-8,3 %). Der Rückgang des EBITDA im Vergleich zum starken ersten Quartal 2025 spiegelt das schwache Absatzumfeld zu Beginn des ersten Quartals 2026 wider, das durch die sich ab Mitte März verbessernde Preisdynamik nur teilweise ausgeglichen wurde. Das fortgesetzte Kostensenkungsprogramm trug im Quartal im Vergleich zu 2025 mit Einsparungen in Höhe von 27 Mio. EUR bei. Der Free Cash Flow belief sich auf 91 Mio. EUR (Q1 2025: 163 Mio. EUR), beeinflusst durch einen höheren Bedarf an Betriebskapital in einem Umfeld mit erhöhten Preisen.

Finanzvorstand Thomas Reisten: „Wir haben unsere Bruttomarge durch unser aktives Preismanagement und die Liefersicherheit unter den volatilen Marktbedingungen im ersten Quartal 2026 gesteigert. Gleichzeitig konzentrieren wir uns weiterhin auf Kostensenkung, organisatorische Vereinfachung und disziplinierte Kapitalallokation. Unser Kostensenkungsprogramm erreichte in Q1 Einsparungen in Höhe von 27 Millionen Euro und liegt damit im Plan für das Gesamtjahr. Wir sind weiterhin auf Kurs, bis 2027 Einsparungen von 200 bis 250 Millionen Euro zu erzielen. Die Finanzlage von Brenntag ist nach wie vor robust und bietet die operative und finanzielle Flexibilität, um unsere wichtigsten Prioritäten weiter umzusetzen.“

Ausblick 2026

Brenntag bestätigt den Ausblick für das operative EBITDA im Geschäftsjahr 2026 und erwartet weiterhin ein Ergebnis im Korridor von 1.150 Mio. EUR bis 1.350 Mio. EUR. Für das Gesamtjahr basiert dieser Ausblick auf der Grundlage der soliden Entwicklung seit Jahresbeginn, die durch die jüngste positive Preisentwicklung gestützt wird, während Brenntag die makroökonomischen Entwicklungen und die Nachfrage weiterhin beobachtet.

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