04.03.2026 • News

Bayer erreicht Finanzziele für 2025

Der Bayer-Konzern hat seine Ziele für das Geschäftsjahr 2025 erreicht, nachdem er den währungsbereinigten Konzernausblick für Umsatz und Ergebnis Ende Juli erhöht hatte.

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© Bayer

„Wir haben diese Prognose erreicht – und liegen dabei komfortabel innerhalb der angehobenen Spannen“, sagte der Bayer-Vorstands­vorsitzende Bill Anderson am Mittwoch bei der Bilanz-Pressekonferenz. „Auf divisionaler Ebene ist Crop Science im ersten Jahr mit dem Programm zur Verbesserung der Ertragskraft vorangekommen. Die Fortschritte bei Pharmaceuticals werden immer deutlicher sichtbar – mit Produkteinführungen, die sich als Wachstumstreiber etablieren, und weiteren Produkten, deren Entwicklung hin zur Markteinführung vorankommt. Consumer Health litt durch schwache Märkte in den USA und China, konnte sein Margenziel aber erreichen.“

Für das Jahr 2026 erwartet Bayer währungsbereinigt eine solide Umsatz- und eine stabile Ergebnisentwicklung. „Der Ausblick sagt viel über die derzeitige strategische Position des Unternehmens aus: Es gibt starke Anzeichen für Fortschritt, wir arbeiten aber noch an unserem umfassenden Turnaround. Wir kommen überall im Unternehmen deutlich voran, wissen aber sehr genau, was in den unterschiedlichen Bereichen noch zu tun ist“, so Anderson. Das gelte auch bei der mehrgleisigen Strategie zur Eindämmung der US-Rechtsstreitigkeiten. Hier hatte Bayer im vergangenen Monat einen Sammelvergleich zur Beilegung aktueller und künftiger Klagen zu Roundup (Glyphosat) geschlossen. Außerdem treibt das Unternehmen die Implementierung des neuen Organisationsmodells weiter voran und erwartet, die dadurch angestrebten Ergebnisbeiträge von zwei Mrd. EUR zu realisieren.

Konzernumsatz wpb. leicht erhöht, Nettofinanzverschuldung gesenkt

Der Konzernumsatz stieg im Geschäftsjahr 2025 währungs- und portfoliobereinigt (wpb.) um 1,1% auf 45,575 Mrd. EUR. Währungseffekte belasteten mit 1,742 Mrd. EUR. Das EBITDA vor Sondereinflüssen sank um 4,5% auf 9,669 Mrd. EUR. Hierin enthalten waren negative Währungseffekte von 491 Mio. EUR, die alle Divisionen betrafen. Das EBIT lag bei minus 1,077 Mrd. (Vorjahr: minus 71 Mio.) EUR. Darin enthalten waren per saldo Sonderaufwen­dungen von 6,185 (Vorjahr: 5,507) Mrd. EUR. Diese resultierten hauptsächlich aus den Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten. Das Konzernergebnis belief sich auf minus 3,620 (Vorjahr: minus 2,552) Mrd. EUR. Das bereinigte Konzernergebnis je Aktie ging um 2,8% auf 4,91 EUR zurück. Dies war im Wesentlichen durch den Ergebnisrückgang in den Divisionen Pharmaceuticals und Crop Science bedingt, positiv wirkte sich das verbesserte Finanzergebnis aus.

Der Free Cash Flow sank um 32,9% auf 2,084 Mrd. EUR. Die Nettofinanzverschuldung reduzierte sich zum 31. Dezember 2025 gegenüber Ende 2024 um 8,5% auf 29,843 Mrd. EUR – im Wesentlichen aufgrund von Mittelzuflüssen aus dem operativen Geschäft sowie positiven Währungseffekten von 1,370 Mrd. EUR. Der Dividendenvorschlag für die Hauptversammlung am 24. April 2026 bleibt unverändert gegenüber dem des Vorjahrs: 0,11 EUR je dividendenberechtigter Aktie.

Konzernausblick: Umsatz und Ergebnis 2026 währungsbereinigt stabil erwartet

Bereinigt um Währungseffekte (also auf Basis der monatlichen Durchschnittskurse des Jahres 2025) erwartet Bayer für das Jahr 2026 einen Umsatz von 45 Mrd. bis 47 Mrd. EUR. Das entspricht einer Veränderung gegenüber dem Vorjahr von wpb. 0 bis plus 3%. Währungsbereinigt rechnet das Unternehmen mit einem EBITDA vor Sondereinflüssen von 9,6 Mrd. bis 10,1 Mrd. EUR. Um eine transparentere Darstellung der laufenden operativen Leistung zu bieten, werden beim bereinigten Ergebnis je Aktie künftig neben den regulären Abschreibungen auf Sachanlagen auch die regulären Abschreibungen auf bestimmte immaterielle Vermögenswerte berücksichtigt, vor allem auf Software. Die neue Berechnungslogik hätte für 2025 ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 4,57 EUR statt wie berichtet 4,91 EUR ergeben. Für diese Kennzahl plant Bayer 2026 auf adjustierter Basis einen Wert von 4,30 bis 4,80 EUR. Der Free Cash Flow soll sich dann auf minus 2,5 Mrd. bis minus 1,5 Mrd. EUR belaufen, wobei wie bereits kommuniziert Auszahlungen für Rechtsstreitigkeiten von circa 5 Mrd. EUR berücksichtigt sind. Zum Jahresende rechnet der Konzern mit einer Nettofinanzverschuldung von 32,0 Mrd. bis 33,0 Mrd. EUR.

Für 2026 erwartet Bayer erhebliche Wechselkursschwankungen. Basierend auf den Wechselkursen zum Stichtag 31. Dezember 2025 rechnet Bayer abweichend von den oben genannten währungsbereinigten Werten auf Konzernebene mit einem Umsatz von 44 Mrd. bis 46 Mrd. EUR, einem EBITDA vor Sondereinflüssen von 9,1 Mrd. bis 9,6 Mrd. EUR und einem bereinigten Ergebnis je Aktie (auf der oben beschriebenen adjustierten Basis) von 4,00 bis 4,50 EUR.

Zwei neue Kandidaten für den Aufsichtsrat

Bei der Hauptversammlung der Bayer steht am 24. April 2026 die Wahl von zwei Vertretern der Kapitalseite im Aufsichtsrat an. Als Kandidaten schlägt der Aufsichtsrat Marcel Smits (64) und Alfred Stern (61) vor. Marcel Smits war von 2018 bis 2022 Chairman und CEO für Asien-Pazifik sowie Global Head of Strategy bei Cargill, wo er zuvor mehr als fünf Jahre die Funktion des CFO innehatte. Derzeit arbeitet er als Seed- und Early Stage Investor in mehreren Start-ups. Seine Erfahrung in der Führung globaler Agrar- und Lebensmittelunternehmen mit komplexen Lieferketten wird für den Aufsichtsrat von großem Wert sein. Alfred Stern ist seit 2021 Vorstandsvorsitzender von OMV, wo er den Wandel des Unternehmens hin zu integrierter nachhaltiger Energie, Kraftstoffen und Chemikalien geleitet hat. Er wird diese Position nach Ablauf seiner Amtszeit im kommenden August niederlegen. Stern bringt Führungserfahrung, tiefes Wissen über die DACH-Region sowie Expertise in Governance-, Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen in den Aufsichtsrat ein. Ausscheiden werden die langjährigen Mitglieder Paul Achleitner (69) und Colleen Goggins (71), deren Mandate mit Ende der Hauptversammlung ablaufen und die nicht zur Wiederwahl antreten.

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