BASF weiht neuen Verbundstandort in China ein
Der neu errichtete Verbundstandort in Zhanjiang, Provinz Guangdong im Süden Chinas ist mit einer Fläche von rund vier Quadratkilometern mehr als ein Großprojekt der BASF im Wachstumsmarkt China.
„Zhanjiang zeigt, wie die Zukunft der Chemie aussieht: effizient, digital und von Anfang an bewusst nachhaltig. Der Standort zeigt eine smarte integrierte Verbundstruktur im industriellen Maßstab“, so Markus Kamieth, Vorstandsvorsitzender von BASF, bei der Zeremonie, an der Regierungsvertreter, Kunden, Geschäftspartner und Mitarbeitende teilnahmen.
Am Standort Zhanjiang beschäftigt BASF mehr als 2.000 Mitarbeitende und wird ein diversifiziertes Portfolio produzieren, das Basischemikalien, Zwischenprodukte und Spezialchemikalien für die Bereiche Transport, Konsumgüter, Elektronik, Haushaltsreinigung und Körperpflege umfasst.
„Diesen Standort zum Laufen zu bringen, erforderte die Entschlossenheit, das Tempo und das außergewöhnliche Engagement unseres BASF‑Teams. Ein Projekt dieser Größenordnung termingerecht und unter Budget abzuschließen, ist bemerkenswert – und ich möchte allen danken, die sowohl vor Ort als auch weltweit daran beteiligt waren und das ermöglicht haben“, sagte Kamieth. „Diese Investition zeigt langfristiges Vertrauen in den weltweit größten Chemiemarkt und ist ein wichtiger Baustein unserer ‚Winning Ways‘‑Strategie“, fügt er hinzu.
Der überwiegende Teil der in Zhanjiang hergestellten Produkte wird an Kunden in China direkt geliefert und steht damit im Einklang mit der „local‑for‑local“‑Strategie, der BASF weltweit folgt. Das Projekt wurde termingerecht und deutlich unter dem ursprünglichen Budget fertiggestellt; die Investition beträgt rund 8,7 Mrd. EUR.
„Ich bin stolz auf die Innovationskraft von BASF, die die Grundlage für den Start des nachhaltigsten integrierten Chemiestandorts in China bildet“, so Stephan Kothrade, Vorstandsmitglied und Chief Technology Officer der BASF, der für die Region Asien‑Pazifik verantwortlich ist. „Er setzt neue Maßstäbe für nachhaltige Chemieproduktion in China und weltweit“, so Kothrade.
Durch die Nutzung von Verbundintegration, Prozessinnovationen und erneuerbarer Energie können die CO2‑Emissionen am Standort Zhanjiang gegenüber einem konventionellen petrochemischen Standort um bis zu 50% reduziert werden. Langfristige Grünstrom‑Abnahmeverträge und Investitionen in einen Offshore‑Windpark stellen sicher, dass die Stromversorgung des Werks zu 100% aus erneuerbaren Quellen erfolgt. „Für den Steamcracker – den Ausgangspunkt verschiedener Wertschöpfungsketten im Verbund – kommen ebenfalls innovative Technologien zum Einsatz“, so Kothrade. Der Steamcracker hat eine Kapazität von 1 Mio. t Ethylen pro Jahr und ist der weltweit erste Cracker, dessen Hauptverdichter (E‑Drives) zu 100% mit erneuerbarer Energie betrieben werden, was die Produktion hochwertiger, CO2‑armer Produkte unterstützt. Der Flex-Feed-Steamcracker ist darauf ausgelegt, verschiedene Rohstoffe wie Naphtha und Butan zu verarbeiten.
BASF hat am Standort Zhanjiang erfolgreich 18 Anlagen hochgefahren, 32 Produktionslinien in Betrieb genommen und stellt dort mehr als 70 Produkte her. Mit dem bewährten Verbundkonzept und langen Wertschöpfungsketten bietet BASF ein breites, hochgradig diversifiziertes Produktportfolio aus den Segmenten Chemicals, Materials und Nutrition & Care. Die Integration und die Skalierung ermöglichen wettbewerbsfähige Kostenpositionen, deutlich geringere CO₂-Emissionen und eine verlässliche Versorgung für zahlreiche Absatzmärkte. „Das macht uns zu einem attraktiven Partner für unsere Kunden in China“, so Haryono Lim, President, Mega Projects Asia, BASF. „Gemeinsam mit Kunden und Partnern werden wir Innovation und Transformation in einer der wirtschaftlich dynamischsten Regionen Chinas vorantreiben“, ergänzt Lim. Daher bietet der Standort eine wichtige Plattform für das zukünftige Wachstum von BASF in China.
BASF hat das Zhanjiang‑Projekt 2018 angekündigt und legte im folgenden Jahr den Grundstein. Als erste Anlage am Standort Zhanjiang ging eine Produktionsanlage für technische Kunststoffe im Jahr 2022 in Betrieb; 2024 folgte eine Anlage zur Herstellung von thermoplastischen Polyurethanen. Zum Jahreswechsel 2025/2026 begann BASF mit der Produktion der ersten Wertschöpfungsketten im Verbund und fuhr den Steamcracker in Rekordzeit erfolgreich hoch. Zhanjiang ist der siebte Verbundstandort von BASF weltweit und nach Ludwigshafen (Deutschland) und Antwerpen (Belgien) der drittgrößte. Er wird vollständig unter der Verantwortung von BASF betrieben. BASF ist seit über 140 Jahren in Greater China tätig. Heute bedient BASF nahezu alle wichtigen Branchen der Region. BASF verfügt in China über eine starke Produktions-, Vertriebs- und Innovationspräsenz mit großen Standorten in Shanghai, Nanjing, Chongqing und Zhanjiang sowie zahlreichen kleineren Werken im ganzen Land. Im Jahr 2025 erzielte BASF mit Kunden in Greater China einen Umsatz von rund 8,2 Mrd. EUR und beschäftigte fast 13.000 Mitarbeitende.














