BASF erweitert HALS-Kapazitäten in Italien und Deutschland
BASF stärkt ihre Position bei Kunststoffadditiven durch den Ausbau der Produktionskapazitäten für Standard HALS- und NOR-HALS-Produkte.

Hindered-Amine Light Stabilizers (HALS‚ Lichtschutzmittel auf Basis sterisch gehinderter Amine) sind chemische Verbindungen, die Amine als funktionelle Gruppe enthalten und die als UV-Stabilisatoren in Polymeren und Lacken bzw. Beschichtungen verwendet werden. Mit den Investitionen in Produktionsanlagen in Italien und Deutschland reagiert BASF auf die weltweit steigende Nachfrage nach Hochleistungskunststoffen und stellt eine zuverlässige Versorgung mit bewährten Technologien sicher. Die wichtigsten Produktionsstätten für BASF-Lichtschutzmittel befinden sich in Pontecchio Marconi (Italien) und Lampertheim (Südhessen).
Mit der fortschrittlichen NOR-HALS-Plattform – einer Weiterentwicklung der HALS-Technologie, die auf stabilen Nitroxyl‑Radikalen (NOR) basiert – adressiert BASF wichtige Megatrends beim Einsatz von Kunststoffen: zunehmende UV-Strahlung, immer unvorhersehbarere Wetterbedingungen sowie strengere Umweltauflagen. Diese Entwicklungen treiben die Nachfrage nach Materialien mit längerer Lebensdauer, höherer Beständigkeit und verbesserter Nachhaltigkeit.
„Mit dem Ausbau unserer HALS- und NOR-HALS-Kapazitäten erhöhen wir die Versorgungssicherheit und stellen uns auf weiteres Marktwachstum ein“, sagte Jörg Bentlage, Head of Global Product Management Plastic Additives bei BASF. „Unsere Technologien helfen Kunden, die Leistungsfähigkeit ihrer Produkte zu verbessern und zahlen gleichzeitig auf ihre Nachhaltigkeitsziele ein.“
Angesichts extremerer klimatischer Bedingungen und steigender Nachhaltigkeitsanforderungen suchen landwirtschaftliche Betriebe – insbesondere in China – nach Folienmaterialien, die Langlebigkeit, Effizienz und Umweltschutz vereinen. Moderne Agrarfolien müssen intensiver Sonneneinstrahlung und Hitze standhalten, zugleich aber auch aggressiven Agrarchemikalien sowie mechanischen Belastungen durch immer dünnere Folienkonstruktionen.
Die NOR-HALS-Technologie von BASF bietet eine hohe Beständigkeit gegenüber großer UV-Belastung, erhöhten Temperaturen, schwefelhaltigen Produkten, die ein saures Mikroklima erzeugen sowie zunehmend aggressiven Pflanzenschutzmitteln. Diese robuste Stabilität gewährleistet eine verbesserte strukturelle und optische Einheit für den zuverlässigen Einsatz von Folien über mehrere Saisons hinweg und verringert ihre Austauschintervalle, den Arbeitsaufwand und Abfall.
Diese Vorteile sind besonders relevant für China, wo Gewächshaus-, Mulch-, Tunnel-, Silage- und Wickelfolien eine zentrale Rolle für die Nahrungsmittelproduktion in unterschiedlichen Klimazonen spielen. Die NOR-HALS-Plattform von BASF sorgt selbst bei intensiver Sonneneinstrahlung und unter saurem Klima für eine lange Einsatzdauer, reduziert die Kunststoffanreicherung im Boden durch einfacheres Einsammeln und weniger Folienbruch und steigert die Produktivität der Landwirte durch selteneren Folienwechsel. Durch den Erhalt der Durchsichtigkeit und dank integrierter Struktur gewährleistet die Technologie eine gleichmäßige Lichtdurchlässigkeit – ein entscheidender Faktor für maximale Erträge im chinesischen Gewächshausanbau. Gleichzeitig unterstützen die verlängerte Lebensdauer und der geringere Materialeinsatz Chinas wachsende Nachhaltigkeitsambitionen.
Produzenten profitieren davon, dünnere Folien herstellen zu können, ohne Kompromisse bei Festigkeit oder Lebensdauer einzugehen. So bleibt die Leistungsfähigkeit über mehrere Saisons hinweg stabil, während der Materialeinsatz und die Umweltbelastung reduziert werden. Zur weiteren Verbesserung der Arbeitssicherheit und Produktionseffizienz bietet BASF ihre NOR-Lösungen in abriebfester Form an. Diese reduziert die Staubbildung beim Handling und der Verarbeitung deutlich und ermöglicht sauberere Arbeitsumgebungen sowie eine vereinfachte Dosierung und Masterbatch-Herstellung.











