Zehn Jahre Lohnreinigung bei Richard Geiss
Das Geschäftsfeld der Lohnreinigung bei Richard Geiss in Offingen hat sich zu einer wichtigen Säule im Dienstleistungsportfolio des Familienunternehmens entwickelt.

Das Geschäftsfeld der Lohnreinigung bei Richard Geiss in Offingen hat sich zu einer wichtigen Säule im Dienstleistungsportfolio des Familienunternehmens entwickelt. Innerhalb der vergangenen zehn Jahre liefen knapp 100.000 t an unterschiedlichen Bauteilen aus Stahl und Edelstahl durch die Lohnreinigung des Unternehmens, das sich auf das Recycling von Lösemitteln spezialisiert hat.
Die ursprüngliche Idee, die mit einem losen Gespräch an einer Hotelbar im Schwarzwald angefangen hatte, war, die Anlage am Firmensitz in Offingen aufzubauen und lediglich für interne Schulungen sowie Versuche zu nutzen, um weitere Erfahrungen im Umgang mit unterschiedlichen Lösemitteln und Stabilisatoren zu sammeln. Bis ein befreundeter Unternehmer aus der Metallindustrie von der Installation hörte und eine erste Gitterbox nach Offingen zum Testen schickte. „Das Ergebnis war so gut, dass er uns plötzlich immer mehr Bauteile zukommen ließ, weil sich die von uns gereinigten Teile viel besser in die nachfolgenden Prozesse integrieren ließen als die, die sie selbst entfettet hatten“, erinnert sich Bastian Geiss, der geschäftsführende Gesellschafter bei Richard Geiss.
Start im Mai 2016
Nachdem die Geschäftsidee als zukunftsfähig eingestuft worden war, baute das Unternehmen eine neue Halle und installierte im Mai 2016 schließlich eine R5 Reinigungsanlage von Pero. Das war der offizielle Startschuss für den neuen Geschäftsbereich. Die ersten Kunden für die Lohnreinigung kamen über Mund-zu-Mund-Propaganda und irgendwann wurde das Angebot zum Selbstläufer und damit auch zur unverzichtbaren Säule im Rundum-Service, die seit 2025 unter einer eigenen Marke – RG4Clean Parts – läuft.
Rundum-Service für Kunden
Nicht nur bei Kapazitätsengpässen, sondern gerade auch bei Qualitätsproblemen in ihren eigenen Entfettungsprozessen profitieren die Kunden vom derzeitigen Outsourcing-Angebot. „In der industriellen Fertigung kann sich niemand leisten, dass die Produktion stillsteht und Bauteile nicht ausgeliefert werden können. Wir helfen unseren Kunden, dass sie ihre Lieferfähigkeit garantieren können – selbst, wenn es im Inhouse-Reinigungsprozess haken sollte“, so Geiss. Immer mehr Unternehmen nutzen das Lohnreinigungsangebot auch als Puffer, z. B. bei geplanten Wartungsarbeiten an den eigenen Anlagen.
Im Rundum-Service des Unternehmens ist ebenfalls enthalten, dass Kunden frei wählen können, ob die gereinigten Bauteile wieder zu ihnen zurück ins Werk geschickt werden sollen, oder direkt weiter zu ihren Kunden. Die Art der Gebinde ist ebenfalls frei wählbar. „Wir richten auch den Logistikprozess genau auf die Bedürfnisse unserer Kunden aus“, so Geiss.
Mit dem Lohnreinigungsservice im Portfolio verfügt Richard Geiss über ein Alleinstellungsmerkmal in ganz Europa: „Wir sind der einzige Anbieter, der alle Felder bedient: Wir sind Lösemittelrecycler, Lösemittelentwickler, Lösemittelanbieter und gleichzeitig auch Anwender. Über unser Labor können wir auch sämtliche Dienstleistungen wie zum Beispiel die Restschmutzanalysen vornehmen. Diese Kombination aus Prozess, Analytik und Qualitätssicherung ist wirklich einzigartig“, erklärt Geiss.













