11.03.2026 • News

Transparenz als Schlüssel für die Pharmaindustrie

Kommentar von Immanuel Müller, Account Manager Pharma & Life Sciences, Miebach

Immanuel Müller, 
Account Manager 
Pharma & Life Sciences, Miebach Consulting
Immanuel Müller, Account Manager Pharma & Life Sciences, Miebach Consulting
© Miebach

Schaut man sich die ­aktuellen Her­ausforderungen in der Pharma­industrie an, reibt man sich leicht verwundert die Augen: Schaffung von Transparenz in der Supply Chain, Stärkung der Resilienz oder der ansteigende Fachkräftemangel sind keine neuen Themen, sondern bestimmten ebenfalls die Schlagzeilen der vergangenen Jahre.
Betrachtet man beispielsweise das Thema der Visibilität: Die Möglichkeit, relevante Informationen zu Materialflüssen, Beständen, Produktionsschritten und Transporten in möglichst hoher Aktualität und Genauigkeit verfügbar zu haben, versetzt Pharma­unternehmen in die Lage, schnell und richtig auf verändernde Situationen zu reagieren. So könnten Pharmaunternehmen Engpässe früher erkennen, Risiken wie Lieferantenausfälle oder Qualitätsprobleme besser bewerten und gezielt Gegenmaßnahmen einleiten. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund globaler Krisen, volatiler Märkte und wachsender Anforderungen an die Versorgungssicherheit von hoher Relevanz.
Darüber hinaus unterstützt Transparenz die Einhaltung regulatorischer Vorgaben, etwa im Bereich Track & Trace, Serialisierung oder GDP, und erhöht somit die Compliance-Sicherheit.

Auch wirtschaftlich ergeben sich Vorteile, da fundiertere Planungsentscheidungen getroffen, Sicherheitsbestände optimiert und Kosten reduziert werden können.

“Die Möglichkeit, relevante Informationen zu Materialflüssen, Beständen, Produktionsschritten und Transporten in möglichst hoher Aktualität und Genauigkeit verfügbar zu haben, versetzt Pharmaunternehmen in die Lage, schnell und richtig auf verändernde Situationen zu reagieren.“

Entscheidungen werden zukünftig weniger aus einem Bauchgefühl heraus getroffen, sondern lassen sich durch Zahlen, Daten und Fakten belegen.
All das führt zurück zum Anfangssatz. Wenn die Vorteile offensichtlich sind und das Pro­blem identifiziert, warum sind die genannten Themen dann weiterhin so aktuell – und noch nicht von allen Pharmaunternehmen umgesetzt?
Die Gründe können vielfältig sein. Entscheidend ist ein klares Zielbild, das definiert, welche Informationen in welcher Tiefe tatsächlich steuerungsrelevant sind. Kombiniert wird dies mit einer schrittweisen Umsetzung entlang priorisierter Use Cases.
Ebenso wichtig sind einheitliche Datenstandards, klare Verantwortlichkeiten und die frühzeitige Einbindung aller relevanten internen und externen Stakeholder. Dies dient der Sicherstellung von Akzeptanz, Datenqualität und Nachhaltigkeit der Lösung.

Also, wann geht es bei Ihnen los?

Dieser Beitrag ist in CHEManager 2/2026 erschienen.

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