Thyssenkrupp Uhde baut emissionsarme Polyesteranlage
Die Thyssenkrupp Uhde-Tochter Uhde Inventa-Fischer hat mit dem türkischen Verpackungshersteller Köksan einen Vertrag über die Lieferung einer PET-Produktionsanlage unterzeichnet. Die Anlage wird in Yumurtalık, Türkei, errichtet.
Die neue Produktionslinie wird eine Kapazität von 324.000 t PET-Granulat pro Jahr haben und eignet sich für alle Arten von Verpackungsanwendungen sowie für die Herstellung von Bulk Continuous Filament (BCF). Fertigstellung und Inbetriebnahme sind für 2028 geplant.
Die Anlage wird das patentierte Melt-To-Resin (MTR)-Verfahren von Uhde Inventa-Fischer nutzen, das eine erhebliche Reduzierung des Energieverbrauchs ermöglicht. Der Leistungsumfang von Thyssenkrupp Uhde umfasst die Lizenz, das Basic- und Detail-Engineering sowie die Lieferung aller wesentlichen Anlagenteile. Darüber hinaus wird das Betriebspersonal von Köksan von den Technologie- und Betriebsspezialisten von Thyssenkrupp Uhde geschult. Mit dieser Investition will Köksan seine Marktposition weiter stärken. Die verschiedenen produzierten PET-Granulate werden sowohl an lokale Märkte als auch in Länder im Nahen Osten, in Amerika, Europa und Afrika geliefert.
Nadja Håkansson, Vorstandsmitglied / COO von Thyssenkrupp Decarbon Technologies & CEO von Thyssenkrupp Uhde: „Wir sind sehr stolz darauf, dass Köksan uns mit dem Bau einer weiteren hochmodernen PET-Anlage beauftragt hat. Unser bewährtes MTR-Verfahren zeigt, dass unsere Technologien gleichzeitig wirtschaftliche und ökologische Vorteile bieten und einen reduzierten Energieverbrauch sowie höhere Ausbeuten mit geringeren Investitions- und Betriebskosten verbinden.“
M. Murat Kökoğlu, CEO von Köksan: „Wir freuen uns sehr, dieses Projekt gemeinsam mit Uhde Inventa-Fischer bekannt zu geben, da bereits die erste und zweite Produktionslinie in Gaziantep kontinuierlich hervorragende Leistung und Produktqualität liefern.“
Wirtschaftliche und ökologische Vorteile
Das von Thyssenkrupp Uhde entwickelte Verfahren ist ein kontinuierliches Polykondensationsverfahren, das die Festphasen-Nachkondensationsschritte bei der Herstellung von PET-Granulaten überflüssig macht. Dies führt zu erheblichen Energieeinsparungen, reduzierten Investitionskosten, niedrigeren Betriebs- und Wartungskosten sowie einer höheren Rohstoffausbeute im Vergleich zu herkömmlichen Technologien. Die MTR-Technologie erfüllt die heutigen Anforderungen an Nachhaltigkeit, indem sie den CO₂-Fußabdruck in Bezug auf Brennstoff und elektrische Energie um bis zu 30% reduziert. Das Verfahren basiert auf der 2-Reaktor-Technologie, bei der die patentierten Espree- und Discage-Reaktoren eingesetzt werden, um die gewünschten hohen Schmelzviskositäten zu erzielen.










