29.04.2015 • News

Starker Dollar dämpft Jahresziele von Pfizer

Der starke Dollar setzt Pfizer zu. Nach einem deutlichen Umsatzrückgang im ersten Quartal senkte der größte amerikanische Arzneimittelhersteller seine Jahresziele. Pfizer rechne nun mit einem Umsatz von 44 bis 46 Mrd. USD und einem bereinigten Gewinn je Aktie von 1,95 bis 2,05 USD, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Der Konzern hatte bislang einen Umsatz von 44,5 bis 46,5 Mrd. und beim Gewinn 2,00 bis 2,10 USD je Aktie in Aussicht gestellt. Die gekappten Prognosen seien alleine der stärkeren US-Währung geschuldet, erklärte Finanzchef Frank D'Amelio. Im vergangenen Jahr machte Pfizer 60% seines Umsatzes außerhalb der USA.

Zu Jahresbeginn fielen die Erlöse um 4% auf 10,86 Mrd. USD. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 51 nach 57 Cent vor Jahresfrist. Analysten hatten jedoch einen stärkeren Rückgang auf 49 Cent erwartet. Rund lief das Geschäft mit Impfstoffen und Krebsmedikamenten. Neben dem starken Dollar machte Pfizer auch der Verlust von Patenten wie dem des Schmerzmittels Celebrex in den USA zu schaffen. Der Konzern muss sich in den kommenden Jahren bei weiteren Medikamenten auf Wettbewerb durch Nachahmer einstellen. Vorstandschef Ian Read hatte daher die Suche nach Übernahmen verstärkt. Im Februar hatte er die Übernahme des Biotech-Generikaherstellers Hospira für rund 15 Mrd. USD abgeschlossen.

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