25.05.2011 • NewsSGLSGL CarbonCarbonfasern

SGL Automotive Carbon Fibers: Neues Werk in Moses Lake

Neues Carbonfaserwerk in Moses Lake
Neues Carbonfaserwerk in Moses Lake

Das neue Carbonfaserwerk in Moses Lake der SGL Automotive Carbon Fibers (SGL ACF) - einem Joint Venture der SGL Group und
der BMW Group - wurde plangemäß fertig gestellt. SGL ACF hat das Werk im Bundesstaat Washington (USA) offiziell in Betrieb genommen. Damit kann nun mit der Testphase der Anlagen für die Herstellung von Carbonfasern begonnen werden, die unter anderem im neuen BMW i3 eingesetzt werden. Andreas Wüllner, Geschäftsführer SGL Automotive Carbon Fibers: „Das neue Carbonfaserwerk in Moses Lake ist ein zentraler Bestandteil der Strategie des Joint Ventures, um ultraleichte Carbonfaserverstärkte Kunststoffe (CFK) für den Einsatz in der Automobilindustrie industriell zu fertigen. Vor allem im automobilen Leichtbau spielt die Carbonfaser-Technologie eine zunehmende Bedeutung in der Materialsubstitution hin zu leichteren Werkstoffen, die den Kraftstoffverbrauch senken und die CO2-Emission reduzieren". Dr. Jörg Pohlman, Geschäftsführer SGL Automotive Carbon Fibers: „Nach einem Jahr Planungsarbeit und der Grundsteinlegung im vergangenen Juli haben wir in nur neun Monaten das Carbonfaserwerk in Moses Lake errichtet. Dieses neue Carbonfaserwerk wird das weltweit kosteneffizienteste seiner Art sein. Wir halten an unserem anspruchsvollen Zeitplan fest und werden die ersten Carbonfasern im neuen Werk im dritten Quartal dieses Jahres produzieren. Wir haben eng mit allen Beteiligten zusammengearbeitet, um diesen wichtigen Meilenstein zu erreichen".

Die in Moses Lake produzierten Carbonfasern sind exklusiv für den Einsatz innerhalb der BMW Group vorgesehen. Erste Anwendung finden sie im BMW i3, der 2013 am Markt eingeführt wird. Das hochmoderne Werk steht auf einer Fläche von über 240.000 m2, mit der Option weiteres Land für eine mögliche zukünftige Expansion zu2 zukaufen. Das Werk wird zunächst zwei Carbonfaser-Fertigungslinien mit einer Kapazität von jeweils 1.500 t jährlich betreiben. Die Carbonfasern werden dann am zweiten Joint Venture-Standort in Wackersdorf zu Carbonfaser-Gelegen verarbeitet. Diese bilden das Ausgangsmaterial für die Herstellung von CFK-Bauteilen und -Komponenten im BMW Werk in Landshut. Die Endmontage des BMW i3 wird am Standort der BMW Group in Leipzig erfolgen. Das zur Herstellung von Carbonfasern benötigte Vorprodukt, ein Precursor auf Basis
von Polyacrylnitrilfasern (PAN), wird von MRC SGL Precursor Co.  (MSP), einem Joint Venture zwischen der SGL Group und dem japanischen Unternehmen Mitsubishi Rayon  (MRC), produziert. MSP mit Sitz im japanischen Otake hat im zweiten Quartal dieses Jahres plangemäß mit der kommerziellen Herstellung des PAN Precursors für SGL ACF begonnen.

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