08.10.2015 • News

Physik-Nobelpreis für zwei Teilchenforscher

Der Japaner Takaaki Kajita (56) und der Kanadier Arthur McDonald (72) bekommen den Nobelpreis für Physik 2015. Die beiden Forscher werden für ihre Arbeiten im Bereich der Neutrinooszilation geehrt. Sie hätten die Schwingungen von Neutrinos nachgewiesen und damit gezeigt, dass die elektrisch neutralen Elementarteilchen eine Masse hätten, hieß es.

Neutrinos sind elektrisch neutrale Elementarteilchen mit sehr geringer Masse. Im Standardmodell der Elementarteilchenphysik existieren drei Arten (Generationen) von Neutrinos: Elektron-, Myon- und Tau-Neutrinos. Jede Neutrino-Generation besteht aus dem Neutrino selbst und seinem Anti-Neutrino.

Die ausgezeichneten Forscher konnten zeigen, dass ein Neutrino sich selbständig von einer Art in eine andere wandeln kann. Sie wechseln also regelmäßig ihre Identität. Bei diesem Vorgang spricht man von Neutrino-Oszillation. Dies ist aber nur möglich, wenn die Neutrinos eine Masse haben. Durch den Nachweis der Oszillation konnten die Forscher die lange Zeit offene Frage beantworten, ob die Neutrinos eine Masse haben oder nicht.

Kajita, zum Zeitpunkt der entscheidenden Forschung an der Uni von Tokio in Kashiwa tätig, hatte Neutrinos vermessen, die sich auf dem Weg in den Super-Kamiokande-Detektor – eine riesige Teilchen-Vermessungsanlage – überraschenderweise verändert hatten. 1998 veröffentlichte er die entscheidende Arbeit dazu. McDonald erforschte zur selben Zeit am Observatorium im kanadischen Sudbury Neutrinos, die von der Sonne kamen.

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