Unitax Pharmalogistik investiert in E-Lkw und Ladestationen
Ende 2025 hat Unitax Pharmalogistik einen Mercedes eActros in Betrieb genommen, Investitionsvolumen 300.000 EUR.

Schon früh engagierte sich Unitax im Bereich E-Mobilität. Bereits 2017 lieferte das Unternehmen als erster Pharmalogistiker Medikamente an Apotheken und Pflegeinrichtungen mit einem Elektro-Transporter – einem umgerüsteten Mercedes-Sprinter – aus. Als die Technische Universität Berlin im Herbst 2020 zwei Partner für das eHaul-Projekt mit automatischer Batteriewechselstation suchte, war Unitax mit einem E-Lkw auf der Strecke Berlin–Dresden beim Praxistest dabei. Den E-Lkw aus dem eHaul-Projekt wurde nach Projektabschluss zurückgegeben; die Batteriewechselstation wurde inzwischen abgebaut.
Der neue Mercedes eActros fährt tagsüber in der Hauptstadtregion im Nahverkehr, nachts bedient er die Strecke Schönefeld–Dresden–Schönefeld. Zukünftig sollen E-Lkw auch auf den Routen Schönefeld–Malsfeld–Osnabrück und zurück sowie Schönefeld–Malsfeld–Schönefeld zum Einsatz kommen. Aktuell umfasst die Lkw-Flotte zwölf Sattelzugmaschinen, mittelfristig sollen fünf davon elektrisch fahren. Bereits in diesem Jahr werden elf Diesel-Lkw durch einen weiteren E-Lkw und zehn neue Diesel-Lkw ersetzt. Von diesen zehn sollen drei nur gemietet werden, um die Option zu haben, sie ebenfalls gegen E-Lkw auszutauschen.
Eigene Ladestationen für Lkw und Pkw
Die eigene, vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr geförderte Ladeinfrastruktur hat Unitax am Hauptsitz in Schönefeld aufgebaut. Dort wurde eine DC-Schnellladesäule (DC: Direct Current, Gleichstrom) mit 300 kW Leistung installiert, die speziell auf E-Lkw wie den Mercedes eActros ausgelegt ist. Im Anschluss folgten sieben AC-Ladepunkte (AC: Alternating Current, Wechselstrom) für Pkw, an denen die Dienstfahrzeuge sowie die Privat-Pkw der Mitarbeitenden aufladen können. „Unsere Nachhaltigkeitsstrategie zielt darauf ab, dass wir zu 100% Ökostrom nutzen wollen. Das gilt natürlich auch für unsere Elektrofahrzeuge“, sagt Bernd Schmider, der als Unitax-Geschäftsführer u.a. die Nachhaltigkeitsstrategie verantwortet. „Zusätzlich sind wir dabei, die Installation von Photovoltaikanlagen auf den Gebäudedächern voranzutreiben, um selbst Strom zu erzeugen.“
Emissionen und Kosten sparen
Mit der Umstellung auf E-Lkw will das Unternehmen vor allem einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten und THG-Emissionen reduzieren. Auf lange Sicht sparen E-Lkw aber auch Kosten, sowohl bei der Wartung als auch beim Verbrauch. Laut einer aktuellen Berechnung von Kravag Truck Charging benötigt ein herkömmlicher Lkw 150 l Diesel auf 500 km, ein E-Lkw braucht für diese Strecke 625 kWh Strom. Bei einem Preis von 35 Ct/kWh sei der E-Lkw im Verbrauch günstiger.











