22.02.2011 • News

Merck KGaA nach Rekordumsatz zuversichtlich

Merck-Chef Karl-Ludwig Kley Wir sind eigentlich ganz positiv für 2011 gestimmt
Merck-Chef Karl-Ludwig Kley "Wir sind eigentlich ganz positiv für 2011 gestimmt"

Merck gibt sich ungeachtet der Herausforderungen in seinem Pharmageschäft zuversichtlich: "Wir sind eigentlich ganz positiv für 2011 gestimmt", sagte Merck-Chef Karl-Ludwig Kley am Montag bei Vorlage der Zahlen für 2010. Die starke Nachfrage nach seinen chemischen Produkten und die Übernahme des US-Laborausrüsters Millipore haben dem Dax-Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr zu einem Rekordumsatz und einem deutlichen Gewinnplus verholfen. Unter dem Strich stieg der Gewinn nach Minderheiten auf 632,1 Mio. € nach 366,3 Mio. im Vorjahr. Nach der Übernahme von Millipore für 5,1 Mrd. € seien 2011 keine größeren Zukäufe geplant. 2011 wollen die Hessen den Umsatz um 13 bis 18 % und das operative Ergebnis um 35 bis 45 % steigern. Auch 2012 geht der auf eine 1668 gegründete Apotheke zurückgehende Traditionskonzern von einer Steigerung bei Umsatz und operativem Ergebnis aus. Der Konzern setze mit seinem Portfolio "auf die richtigen Pferde", so Kley. Die Aktionäre sollen für 2010 eine Dividende von 1,25 € nach 1,00 € im Vorjahr erhalten.
Der Ausblick kam gut an: Merck-Aktien verteuerten sich um 4,05 % auf 65,24 €.  Operativ konnte Merck das Ergebnis im Vergleich zur Vorjahr auf
1,114 Mrd. € steigern. 2009 war die Kennzahl wegen Abschreibungen und Rückstellungen im Pharmageschäft auf 648,9 Mio. € eingebrochen. Die Gesamterlöse kletterten um rund ein Fünftel auf 9,3 Mrd. €. Zukäufe - hauptsächlich die Übernahme von Millipore- hätten rund 8 % beigetragen.

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